Besuch im Iban Langhaus

Als der See aufgestaut wurde, wurde auch der Lebensraum von einigen Iban-Sippen überflutet. Sie wurden dann weiter oben wieder angesiedelt. Zu einem dieser Dörfer führte uns eine Tour. Mit dem Boot ging es etwa 40 min. über den See, bis wir das Dorf erreichten.

Hier leben die Iban in ihren typischen Langhäusern. Typisch war allerdings nur die Form, nicht das Baumaterial. Es gab viel Wellblech. In dem Langhaus, das wir besichtigten, leben 37 Familien. Jede Familie hat ihren abgeschlossenen Wohnbereich, soweit man bei den dünnen Wänden von abgeschlossen sprechen kann. Der Gemeinschaftsbereich erstreckt sich über die ganze Länge des Hauses. Ähnlichkeiten zu unserem Resort waren durchaus erkennbar. Alles ist bestens organisiert, wie man an den Organisationstafeln erkennen kann. Für die Tänze, die den Touristen vorgeführt wurden, gab es feste Pläne, sowie auch für die Kontrolle der Wasserleitungen, die das Trinkwasser aus den Bergen herabführt. Die Iban sind Christen und so gab es auch eine kleine Kirche im Dorf. Der Geisterglaube ist aber nicht gänzlich verschwunden, was man an den verschiedenen Geisterhäuschen erkennen konnte.

Als Begrüßungstrunk gab es Reisschnaps und Reiswein, danach wurden uns ein paar Tänze vorgeführt. 

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Frank (Samstag, 14 Februar 2015 10:44)

    ...traurig, wie man immer und überall mit den Urvölkern umgeht. Tolle Impressionen.