2007 Malaysia

Rundreise mit dem Mietauto die Westküste hinauf über Cameron Highlands und Penang, hinüber zur Ostküste, von dort über Khota Baru, Kuala Terrenganu nach Kuantan. Anschließen Flug nach Langkawi zum Badeaufenthalt. Zum Abschluss drei Tage in Kuala Lumpur.

 

Reisezeit: Februar/ März

Reiseablauf

Anreise

  • Flug mit Malaysia Airlines von Frankfurt nach Kuala Lumpur
  • 1. Station:  2 Tage im Hotel Sheraton Imperial

Rundreise mit dem Auto

  • Übernahme des Mietwagens in Kuala Lumpur, dann an der Westküste hinauf
  • 2. Station Cameron Highlands (2 Tage)
  • 3. Station Penang, Georgetown (2 Tage)
  • dann hinüber an die Ostküste
  • 4. Station Kota Bharu
  • 5. Station Kuala Terengganu
  • 6. Station Kuantan im Swissgarden Resort (Abgabe des Mietwagens)

Badeaufenthalt in Langkawi

  • Flug von Kuantan über Kuala Lumpur nach Langkawi
  • 7. Station: 8 Tage Aufenthalt im Beach Garden Resort
  • Rückflug nach Kuala Lumpur

Abschluss in Kuala Lumpur

  • 8. Station: Zum Abschluss haben wir noch 3 Tage in Kuala Lumpur verbracht. Gewohnt haben wir  im Mandarinoriental  Hotel, mit direktem Blick auf die Petronas-Towers.

Anreise und 2 Tage in Kuala Lumpur

Nach einem ruhigen Flug landeten wir am frühen Morgen in Kuala Lumpur. Der Flughafen liegt weit außerhalb der Stadt. Für die Fahrt ins Stadtzentrum ist das Taxi das günstigste Transportmittel, sofern man sich nicht in die Hände von dubiosen Taxi-Haien begibt, die einen gleich am Ausgang erwarten.
Es gibt einen Airport-Taxi-Service, wo man Tickets zu festen Preisen für das gewünschte Ziel erwerben kann. Wir zahlten bis ins Stadtzentrum (je nach Verkehr ca. 1 Std.) 67 RM, das entspricht etwa 15€. Bei den Taxi-Haien zahlt man 200 RM!

Unser Hotel

Sheraton Imperial

Für den ersten Aufenthalt von 2 Tagen haben wir uns das Sheraton Imperial in der Nähe des KL-Towers ausgesucht. Ein angenehmes Hotel mit gehobenen Niveau. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt. Es liegt an der Monorail-Strecke. Zur nächsten Station sind es etwa 10 Minuten. Das KLCC-Zentrum (Petronas-Towers) ist vom Hotel zu Fuß in etwa 20 Min. zu erreichen.

Website Sheraton Imperial

Chinesisches Neujahrsfest

Schon auf der Fahrt vom Flughafen fiel uns auf, das der Verkehr relativ gering war. Obwohl wir noch nie in Kuala Lumpur waren, hatten wir uns das eher wie Bangkok vorgestellt. Der Taxifahrer erklärte uns, dass viele Leute wegen des chinesischen Neujahrsfestes (dauert 14 Tage) frei genommen haben und auswärts sind.  Von unserem Hotel konnten wir einen Straßenabschnitt von ca. 200 m überschauen, der zeitweise beidseitig autofrei war. 
Die ganze Stadt ist rot dekoriert und am 2. Tag konnten wir auch ein Neujahrsspektakel mit Drachentanz vor dem Hotel erleben. Danach wurden die Drachen unter ohrenbetäubendem Lärm durch das Hotel geführt und bekamen an diversen Stellen Früchte als Opfergaben. Es war sehenswert!

Zusammenfassung über Kuala Lumpur am Ende des Berichtes

Rundreise mit dem Auto

Von Kuala Lumpur in die Cameron Highlands (ca. 330 km)

Nachdem wir unser Auto (einen Proton Wira mit 128.000 km) im Hotel in Empfang genommen haben, machten wir uns auf den Weg. 
Unser erstes Ziel war die Batu-Höhle, etwas außerhalb der Stadt. Leider haben wir sie trotz genauer Beschreibung nicht gefunden. Es lag wahrscheinlich daran, dass die Einfahrt nicht beschildert war. So sind wir vermutlich zwei mal dran vorbei gefahren.
Die Auffahrt auf den Nord-Süd-Highway zu finden, war auch nicht so einfach. Bald waren wir dann wieder in Kuala Lumpur und haben es dann doch irgendwie noch geschafft, die richtige Auffahrt zu finden. Im Linksverkehr ist eben alles irgendwie andersrum!

Bei Tapah war dann auch die Ausschilderung zu den Camaron Highlands zu sehen. Die kurvige Straße führte die Berge hinauf, vorbei an kleineren Ortschaften und ausgedehnten Teeplantagen. Wir hatten den Eindruck, dass sich auf dieser Straße alle Autos drängelten, die zum chinesischen Neujahrsfest Kuala Lumpur verlassen hatten.

Nach einiger Zeit erreichten wir dann die kleine Stadt Tanah Rata und kurz danach, hinter einem Golfplatz, zweigt die Straße ab zu unserer Unterkunft, dem Strawberry Park Hotel.
Ja wirklich! Hier in dieser Höhenlage von ca. 1800 m gibt es auch Erdbeeren.

Cameron Highlands

Zwei Übernachtungen im Strawberry Park Hotel

in Tanah Rata

Für die Besichtigung der umliegenden Sehenswürdigkeiten entschlossen wir uns, im Hotel eine Rundfahrt für den nächsten Vormittag zu buchen und nicht selber zu fahren. Im Nachhinein stellte sich das als eine sehr gute Entscheidung heraus. Bei allen wesentlichen Stellen die wir besuchten, waren die Parkplätze durch den Besucherandrang wegen der Feiertage hoffnungslos überfüllt.

Zum Essen sind wir abends nach Tanah Rata gefahren. Das empfehlenswerte indische "Restaurant Kumar", welches im Loose-Reiseführer aufgeführt war, bietet indische Tandoori-Gerichte.

Rosengarten

Der Rosengarten bietet eine Vielfalt an Blumen (nicht nur Rosen), und der Besuch lohnt sich. Wenn man den unteren Bereich besichtigt hat, geht es den Berg hinauf. Von oben hat man einen wunderschönen Blick in das weite grüne Tal mit seiner üppigen Vegetation und den Plantagen.

Schmetterlingsfarm

In der Schmetterlingsfarm waren nicht nur riesige Schmetterlinge zu sehen, sondern auch Schlangen und diverse kleinere Reptilien und Skorpione.

Teeplantage und Teefabrik

Ein absolutes Muss ist natürlich der Besuch einer Teeplantage. Die Gegend ist berühmt für seinen Tee, der in weiten, geschwungenen Plantagen das Landschaftsbild bestimmt. Wir besuchten die BOH-Teeplantage. Bei einer Führung durch die Fabrik wurde uns der Fertigungsprozess erklärt. Die Arbeiter tragen alle Mundschutz wegen des Feinstaubs. Deswegen sollte man beim Gebrauch von Kameras Vorsicht walten lassen (nur zum Foto aus der Tasche!).
Im Anschluss daran hat man natürlich auch Gelegenheit in einem kleinen Shop diverse Teesorten der Firma BOH einzukaufen. Der Tee schmeckt ausgezeichnet, wozu sicher auch das weiche Wasser beitrug. Man erhält ihn überall im ganzen Land zum gleichen Preis.

Sam Poh Tempel

Ein sehr sehenswerter chinesisch-buddistischer Tempel, bekannt für seine großen, goldglänzenden Wächterfiguren.

In den Camaron Highlands wären wir gerne noch 2 Tage geblieben. Es wurden im Hotel noch einige Wanderungen angeboten, die uns interessiert hätten. So z. B. der Canopy-Walk, wo die riesigen Kannenpflanzen und auch die größte Blüte der Welt besichtigt werden können. Aber leider war unsere Zeit beschränkt uns so konnten wir noch eine Rundfahrt in der Gegend mit unserem Auto machen.

Von den Cameron Highlands nach Penang (ca. 330 km)

Die Fahrt begann sehr positiv. Wie wir zufällig am Vortag erfuhren, wurde eine neue Straße gebaut, durch die wir mindestens 100 km sparten. Wir mussten nicht mehr, wie auf unserer Karte verzeichnet war, die Landstraße in Richtung Süden bis auf den Highway zurückfahren, sondern konnten weiter nach Norden fahren. Vor Ipoh erreichten wir dann wieder den Highway in Richtung der Insel Penang, unserem nächsten Ziel.

Auf dem Highway setzte dann plötzlich der Motor aus. Da standen wir nun auf einem schmalen Seitenstreifen in der prallen Mittagssonne und neben uns brummten die LKW's vorbei. Was tun? Wir wollten ja schon immer mal den Strassendienst in Malaysia testen, also riefen wir den AAM (so heisst der hiesige "ADAC") an, die Papiere vom Autovermieter waren natürlich irgendwo im Koffer verstaut (wann braucht man das schon!?). Es meldete sich  auch gleich jemand und gab uns eine lokale TelNr. Auch hier hatten wir gleich eine Verbindung und man versprach, uns Hilfe zu schicken.

Zwischenzeitlich sind wir aus dem Auto ausgestiegen, haben die Warnblinkanlage angeschaltet und hätten natürlich auch ein Warndreieck aufgestellt - wenn eins vorhanden gewesen wäre! 200 m weiter fanden wir etwas Halbschatten unter Bäumen, genügend Wasser hatten wir glücklicherweise dabei.

Nach einer Wartezeitvon etwa 1 Stunde kam dann die versprochene Hilfe. Kurze Diagnose: Zahnriemen gerissen! Sie riefen eine lokale Werstatt an, die dann auch einen Abschleppwagen schickte. Auch eine Fahrt am Haken ist sehr angenehm. Man kann sich die Landschaft ansehen und auch am Steuer mal ein kleines Nickerchen machen. Nur leider ging die Klimaanlage nicht. Erst gind es 10 km bis zur nächsten Ausfahrt, wo ich dann am Haken noch meine fällige Maut entrichten musste. Dann ging es in die andere Richtung zurück. Nach 30 km am Haken erreichten wir dann die Werkstatt. Für diese Strecke hatten wir keine Maut zu entrichten, wir zählten wahrscheinlich als Anhänger des Abschleppwagens. Die Reparaturarbeiten fanden hier auf Naturboden statt. Vor der prallen Sonne (und Regen) schützte ein Wellblechdach.

Nachdem alles Notwendige abgeschraubt war, zeigte man uns den gerissenen Zahnriemen. Aber ein Ventil hatte auch noch zuviel Spiel. Bald war der Motor fast komplett zerlegt und man zeigte uns das gebrochene Ventil. Wir saßen die ganze Zeit daneben und hatten schon Sorge, ob die Teile wohl alle wieder richtig zusammen gebaut werden und nichts übrig bleibt. Der Zylinderkopf wurde gegen einen neuen ausgetauscht, alles wieder draufgeschraubt und angestöpselt, nach ca. 4 Stunden lief der Motor wieder - und besser als vorher.

Die Rechnung mussten wir erst mal selber bezahlen (wir hatten ja noch keinen Kontakt zum Vermieter). 1120 RM (etwa 280 EUR), das hätte man bei uns wahrscheinlich allein für das Abschleppen bezahlt.
In Penang gibt es einen Flugplatz, wo der Autovermieter (PRAC) einen Schalter hat. Hier wollten wir am nächsten Tag vorstellig werden.

Penang (Pulau Pinang)

Zwei Übernachtungen im Bayview Beach Hotel Penang in Batu Ferringhi (an der Nordküste)

Die Insel Penang mit der alten englischen Kolonialstadt Georgetown erreicht man über die 13,5 km lange Brücke, die längste Südostasiens. Unser Hotel in Batu Ferringhi lag hinter Georgetown. Durch die Verzögerung durch die Panne kamen wir gerade in die Rush-Hour. Wir hatten dadurch Zeit, in Ruhe die Schilder zu lesen.

Georgetown

Vom Hotel wurde ein Shuttle-Service nach Georgetown angeboten. Wir fuhren um 9:30 los, mussten dann aber wieder die Rückfahrt um 12:20 buchen, da wir noch wegen des Autos zum Flughafen mussten. So blieben uns in Georgetown nur ca. 2 Stunden. Das war leider etwas wenig, aber wir versuchten, die Zeit zu nutzen. Nachdem wir einiges zu Fuß erkundet hatten, beschlossen wir, eine Rickscha (oder Trishaw) zu nehmen. Auf der verkürzten Standardtour versuchte der Fahrer uns in 1 Stunde (statt 2) die wesentlichsten Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Dann mussten wir wieder zurück.

Wieder am Hotel angekommen, fuhren wir mit unserem Auto weiter in Richtung Westen, um die Insel anzuschauen. Nachdem wir den Flughafen offensichtlich aus einer Richtung anfuhren, woher normalerweise niemand kommt, gab es auch keine Ausschilderung. So hatten wir schon fast wieder die Brücke zum Festland erreicht, als wir weit hinter uns ein Flugzeug starten sahen. Also kehrt und wieder zurück! Irgendwann fanden wir ihn. Man hält es nicht für möglich, wie man einen internationalen Flugplatz verstecken kann!
Die freundliche Dame am PRAC-Schalter nahm unser Anliegen entgegen, telefonierte mit der Zentralstelle in KL (so nennt man hier die Hauptstadt), faxte die Reparaturrechnung und übermittelte uns die Bedenken gegen eine Erstattung, weil die Reparatur von einer nicht autorisierten Werkstatt durchgeführt wurde. Man würde das aber prüfen und uns bei der Autoabgabe in Kuantan Bescheid geben. Also hakten wir die 1120 RM vorerst mal als Ausgabe für "Reiseandenken" ab.
Weiter ging es zum ...

Kek Lok Si Tempel

Der 1890 erbaute Tempel der 1.000 Buddhas, die Größte und angeblich schönste Tempelanlage Südostasiens, zieht sich in mehreren Terrassen an einem Hügel hoch. Schon der Anblick von unten am Fuß des Berges ist gigantisch. Auch Parkgelegenheiten gibt es genügend. Zuerst fährt man durch ein kleines Parkhaus, dann kommt man auf einen großen Parkplatz. Der Besucherstrom war enorm.
Nach dem Rundgang durch die Anlage kommt man dann zu der 30m hohen Ban Hood-Pagode. Der Turm ist in 3 Stilrichtungen erbaut. Als wir die oberste Etage erreichten, wurden wir durch einen großartigen Überblick über die gesamte Tempelanlage belohnt.

Kek Lok Si Tempel

Von Penang nach Kota Bharu (ca. 390 km)

Übernachtung im Renaissance Hotel, Kota Bharu

Diese Route führt über einen Gebirgszug von der West- zur Ostküste der Halbinsel Malaysia, nahe vorbei am südlichsten Ende Thailands.

Es gibt nur eine Straße, die Kota Bharu und den Rest der Halbinsel von der nördlichen Region aus verbindet, aber unendlich viele Möglichkeiten, auf irgend eine unerklärliche Weise von dieser Straße abzukommen. Der Ost-West-Highway ist keine Autobahn, wie wir zuerst vermuteten, sondern normale Landstraße. Weil auch die Nebenstraßen sehr gut ausgebaut sind, merkten wir den Fehler oft erst nach ein paar Kilometern. Es kam auch vor, dass es zwei verschiedenen Orte mit gleichem Namen gab.

Kota Bharu - Central Market

Ein farbenprächtiger Markt, auf dem allerlei Früchte, Fische, Gewürze und Gemüsearten, sowie Batik und Kunsthandwerk feilgeboten werden. Die Verkäufer an den Ständen waren alle sehr freundlich, haben uns gegrüßt und sich amüsiert, was wir so alles fotografiert haben. Ein Besuch lohnt sich.

Von Kota Bharu nach Kuala Terengganu (ca. 180 km)

Übernachtung im Sutra Beach Hotel Terengganu in Kamoung Rhu Tapai

Nach dem Besuch im Central Market, wir hatten schon ausgecheckt, ging es weiter in Richtung Süden. Nach einigem Suchen (wieder mal!) fanden wir auch die Staatsstraße Nr. 3 nach Kuala Terengganu. Sie führte entlang an Reisfeldern und vielen Dörfern. Die Grenze von der Provinz Kelantan und Terengganu markierte ein großer Torbogen. Unser gebuchtes Resort lag vor Terengganu bei Rhu Tapai am Meer.  Bis wir dorthin fanden waren wieder diverse Fragen und Kehrtwendungen notwendig.

Sutra Beach Resort

Das Sutra Beach Resort liegt an einem langen schönen Sandstrand ist aber leider etwas ungepflegt. Für die wenigen Besucher, die wir hier gesehen haben, lohnt sich der Aufwand wohl nicht. Den Pflanzen der Anlage hätte etwas mehr Pflege nicht geschadet. Auch die Türen klemmten. Das Personal war allerdings sehr freundlich und um den Gast bemüht, das Essen im Restaurant war schmackhaft und nicht zu teuer. Für eine Nacht war es ok, aber für einen längeren Urlaub ist das Resort nicht zu empfehlen.  Außerhalb gibt es nichts!

Am nächsten Tag führen wir rechtzeitig weiter, weil wir am gleichen Tag noch in Kuantan auf den Flugplatz wollten, wegen unseres Autos.

Von Kuala Teregganu nach Kuantan (220 km)

Übernachtung im Swiss-Garden Resort

Weiter auf der Staatsstraße Nr. 3 führt uns der Weg durch die hübsche Stadt Marang und vorbei an kleinen Dörfern. Näher an Kuantan sah man vermehrt Ölraffinerien. Das Swissgarden-Resort fanden wir ausnahmsweise mal relativ schnell. Es liegt direkt am Meer, ist sehr gepflegt und man könnte es dort auch mehrere Tage aushalten.

Nach der Ankunft im Hotel machten wir uns gleich auf den Weg zu Flughafen. In ca. 45 Minuten hätte man ihn erreichen sollen, aber w i r  benötigten zwei Stunden. Durch diverse Strassenbaumaßnahmen waren wohl die wichtigsten Schilder entfernt worden, wenn vorher überhaupt welche vorhanden waren. Auch als wir den Golfplatz schon erkennen konnten, der direkt vor dem Flugplatz lag, dauerte es noch eine geraume Zeit, bis wir die unbeschilderte schmale Einfahrt fanden. 
Die ursprüngliche Idee, am nächsten Tag vom Hotel zum Flugplatz selber zu fahren, haben wir darauf hin verworfen.

Am PRAC-Schalter (unser Autovermieter) brachten wir unser Anliegen vor. Man telefonierte wieder mit KL und sagte uns dann eine wohlwollende Abwicklung unseres Schadens zu. 
Ein paar Tage später hatten wir ein offizielles Mail, in dem man uns eine Erstattung von 50% der Reparaturkosten zusagte, natürlich ohne Anerkennung einer Leistungspflicht (oder so ähnlich) weil wir ja den Vermieter nicht konsultiert hatten. Na ja, damit kann man leben. Die Zahlung soll auf unser Konto überwiesen werden. Warten wir mal die nächste Abrechnung ab.

Kuantan

Auf der Rückfahrt ins Hotel besichtigten fuhren wir noch ins Zentrum von Kuantan und machten einen kleinen Rundgang. Wir sahen eine hübsche Stadt mit vielen alten bunten Häusern und kamen dann auch noch zu der eindrucksvollen Staatsmoschee Sultan Ahmad Shah mit ihren vier Minaretten, dem Wahrzeichen der Stadt.

Vom Swiss-Garden Resort hatten wir einen sehr guten Eindruck. Ein sehr gepflegtes Hotel, in dem man auch ein paar Tage verbringen könnte. Den Strand haben wir leider nur von weitem gesehen, aber er sah vielversprechend aus. Abends suchten wir zum Essen ein kleines Restaurant an der Straße aus. Die Rechnung für 1x Chicken Fried Rice, 1x Tom Yam Gai und 2 Getränke: 12 RM (2,80 €)!!!.

Fazit der Autorundfahrt

Obwohl wir zum Ende der Fahrt schon etwas genervt waren vom ewigen Suchen, würden wir die Tour jederzeit wieder machen und können sie auch weiter empfehlen. Nur sollte man keine Angst vor dem Linksfahren haben und sich auch nicht die Überholpraxis der Einheimischen aneignen.
Eine gute aktuelle Straßenkarte sollte man sich vor Ort besorgen. Die Karte, die wir mit unserem Tourenpaket geliefert bekommen haben, erwies sich im Nachhinein doch als etwas zu ungenau. 
Für eine bestimmte Strecke sollte man immer etwas mehr Zeit einplanen, als in Deutschland notwendig wäre.
Leider hat uns die Panne insgesamt viele Stunden gekostet, in denen wir gerne noch das eine oder andere angeschaut hätten. Aber wir haben trotzdem einen wunderschönen Eindruck von diesem Land gewinnen können.

Badeaufenthalt auf Langkawi

Beachgarden Resort

Von Kuantan flogen wir über Kuala Lumpur nach Langkawi, wo wir die nächsten 9 Tage  am Strand relaxen wollten. In Langkawi angekommen fuhren wir mit dem Taxi (15 RM) zum Beach Garden Resort am Cenang-Beach. Es ist ein einfaches, preisgünstiges aber sehr gepflegtes Resort unter deutscher Führung. Es gibt hier auch einen "Biergarten", wo man unter Palmen mit Blick auf den Strand  einen kühlen Drink genießen oder auch sehr gut essen kann.

Beach Garden Resort

 

Langkawi ist zollfreies Gebiet. In Cenang gibt es zwei große Taxfree-Shops bei der Underwater-World, wo man günstig Bier und Spirituosen einkaufen kann. Die Dose Bier, die im Minimark 4 RM kostet (auch schon billig), gibt es im Taxfree-Shop für 1,80RM! Diverse Whisky-Sorten gibt es hier auch. Wer also etwas Erlesenes dieser Art kaufen möchte, sollte hier zuschlagen und nicht auf den Flugplatz in KL hoffen. Dort gibt es auch alles, aber teurer!

Noch eine Auswirkung des zollfreien Gebietes gibt es. Autos sind auch billiger. Und deshalb gibt es soviele Taxis, dass öffentliche Verkehrsmittel so unrentabel sind, dass es keine gibt. Wir haben einen Tag nochmal ein Auto gemietet um die Insel zu umrunden und dafür 55 RM (+ Benzin) bezahlt.
Bei unserem Vermieter wurden die Autos grundsätzlich leer ausgehändigt mit einem Hinweis zur nächsten Tankstelle. Eine halbe Tankfüllung hat gereicht. Ich vermute, dass das übrige Benzin "großzügiger" Mieter hinterher wieder abgesaugt wurde, um dem nächsten Kunden wieder ein leeres Auto zu übergeben.

Im Ort gibt es auch diverse Möglichkeiten, abends essen zu gehen. Wir können das "Rose Tea" empfehlen, in dem wir mehrere Male waren.

Oriental Village mit Cable Car

Ein Besuch des Oriental-Village mit der Seilbahn zum Aussichtspunkt lohnt sich. Oben angekommen, gibt es mehrere Plattformen und eine imposante Hängebrücke, von wo aus man die Insel in allen Richtungen überschauen kann. Wenn möglich, sollte man sich einen Tag aussuchen, an dem es einigermaßen klar ist.

Wir besuchten auch die Underwater-World (Eintritt 20,- RM), ein großes Aquarium. Durch das große Becken mit 600.000 Liter führt ein 15 m langer Gang, so dass man die Haie, Rochen, Schildkröten etc. auch von unten betrachten konnte. Vom angebotetenen 3D-Film sollte man sich nicht zu viel versprechen. Längeres Warten auf die nächste Vorführung lohnt sich wirklich nicht.

Nach 9 Tagen bester Erholung flogen wir dann weiter nach Kuala Lumpur.

Kuala Lumpur

Mandarin Oriental Hotel

Für die letzten 3 Tage unserer Reise haben wir uns für die Übernachtung etwas Besonderes ausgesucht, das Mandarin-Oriental Hotel direkt neben den Petronas Twin-Towers. Wir hatten von unserem Zimmer den direkten Blick auf die Türme. Besonders bei Dunkelheit, wenn die angestrahlten Spitzen der Glas-Stahlkontruktion diamanten funkelten, konnte man den Blick kaum abwenden. Im davorliegenden Park (mit 1,4 km langen Joggingpfad) konnte man am Abend spazieren gehen und sich dem "Towerwatching" hingeben.
Einkaufen kann man in der Shopping-Mall (KLCC), am Fuße der Petronas. Über mehrere Etagen verteilen sich hunderte Geschäfte. In den oberen Etagen kann man sich nach dem Einkauf stärken.

Petronas-Twintowers

Das 452 m hohe Wahrzeichen von Kuala Lupur ist weithin sichtbar, vor allem in der Nacht, wenn die Spitzen angestrahlt sind, ist das ein grandioser Anblick. Der Besucher hat die Möglichkeit, bis auf die Brücke zu gelangen. Diese doppelstöckige verglaste Brücke verbindet das 41. u. 42. Stockwerk und ist als Fluchtweg konzipiert. Pro Tag werden etwa 1300 Tickets (nur für den gleichen Tag) kostenlos vergeben, die man sich morgens rechtzeitig besorgen muss. In Gruppen wird man dann nach einer Personenkontrolle und einem 3D-Film mit einem der 38 Fahrstühle (pro Turm) zur Brücke geführt. Hier hat man dann nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung bis man wieder zum Fahrstuhl gebeten wird.

Wiki: Petronas-Towers
Website der Petronas Towers

KL Tower (Menara KL)

Der Besuch des 421 m hohen KL Towers kostet 15 RM. Der Aufenthalt ist unbegrent. Oben angelangt, erhält man einen elektronischen Führer in der gewünschten Sprache um den Hals gehängt und kann sich so die jeweils sichtbaren wichtigen Objekte erläutern lassen. Man steht hier in Augenhöhe mit der Spitze der Twin-Towers, die aber leider nur von der Seite sichtbar sind.  Der Ausblick ist fantastisch.

Wiki: KL Tower (Menara KL)
Website des KL Towers

Perdana Lake Garden

Empfehlenswert ist ein Besuch im Perdana Lake Garden. Er liegt an der "Sentral Station", wo alle Bahnen zusammen kommen. Man geht zuerst durch einen Park mit See und einen Skulpturengarten. Danach kann man dann an einen Schmetterlingspark, Orchideengarten und einen Vogelpark besichtigen. Wenn man den Rundgang beendet hat, ist man regelrecht durchgekocht. Also genügend Wasser mitnehmen!

Verschiedenes

Es gibt in Kuala Lumpur 3 Bahnlinien, die aber leider untereinander keinen Verkehrsverbund haben. D. h. man muss immer ein neues Ticket lösen. Auch die Umsteigemöglichkeiten von einer Bahnlinie zur anderen sind meistens mit etwas Fußweg verbunden (oft überdacht). Wir sind überwiegend mit der Monorail (Hochbahn) gefahren. Die Fahrpreise bewegten sich hier bei etwa 1,60 RM.
Ein Einkaufsviertel erreicht man bei der Station Bukit Bintang. Hier gibt es in vielen Kaufhäusern und Restaurants die Möglichkeit, sei Geld auszugeben.

Chinatown wollten wir am Anfang des Urlaub abends besuchen. Leider reichte die Zeit nicht mehr und so gingen wir erst am nächsten Mittag hin. Wir waren froh, denn hier war schon tagsüber die Hölle los. Es war ein Gedränge und Geschiebe und man war immer darauf bedacht seine Wertsachen im Griff zu haben. Aber es war sehenswert. Man erreicht Chinatown über die Bahnstation Pasar Seni. Hier ist auch der alte Bahnhof zu besichtigen.

Abflug

Irgendwann geht auch die schönste Reise mal wieder zu Ende