2008 Thailand - Singapur

Rundreise in Nordthailand mit dem Auto über Chiang Mai - Pai - Mae Hong Son - Mae Sariang - Chiang Mai (Mae Hong Son Loop). Anschließend 7 Tage Ko Samui, 4 Tage Phuket und 4 Tage Singapur.

 

Reisezeit: Februar/ März
Reisführer: Stefan Loose "Thailand" (ISBN 978-3-7701-6163-8)

Reiseverlauf

(1) Anreise u. 1 Tag in Chiang Mai
(2) 5 Tage Selbstfahrer-Rundfahrt mit dem Auto
(3) 2 Tage in Chiang Mai
(4) 7 Tage in Ko Samui (Chaweng Yai)
(5) 4 Tage in Phuket (Kata Yai)
(6) 4 Tage in Singapur
(7) Heimflug

Anreise und Stadtrundfahrt in Singapur

Mit Singapur Airline erreichten wir von Frankfurt aus nach einem 12-stündigen Flug Singapur (1). Bis zum Weiterflug nach Chiang Mai mit Silk Air hatten wir ca. 9 Stunden Aufenthalt. Singapore Airline bietet für einen längeren Aufenthalt bis zum Weiterflug eine kostenlose Stadtrundfahrt an, die wir in Anspruch genommen haben. Danach ging es in den Norden von Thailand. Nach einem Flug von etwa 3 Stunden landeten wir in Chiang Mai.

Chiang Mai

Start und Ziel unserer Autorundfahrt
Chiang Mai ist immer wieder eine Reise wert. Zum vierten Mal sind wir jetzt hier gewesen und es gibt immer wieder Neues zu entdecken oder Bekanntes nochmal anzuschauen. Wir wohnten diesmal im Empress-Hotel in der Chang Klan Road mit kurzem Weg zum Nachtmarkt.

Hotel, Einkaufen, Essen

Als neues Einkaufsparadies haben wir den Anusarn-Markt erschlossen. Hier geht es etwas luftiger zu, als in den engen Gassen des Nachtmarktes in der Chang Klan Road.
Auch unser Lieblingsrestaurant "Antique House" in der Charoen Prathet Road haben wir wieder besucht. Hier kann man in schöner Atmosphäre im Garten oder auch im alten Teakhaus sitzen und zu günstigen Preisen essen. Meistens wird auch dezente Life-Musik geboten.

Tempel

In Chiang Mai gibt es 79 Tempel, davon liegen 33 innerhalb der Altstadt. Ein besonders empfehlenswerter ist der Wat Chedi Luang. Hierher ließen wir uns vom Hotel mit dem Tuk-Tuk fahren. Der ursprünglich 90 m hohe Chedi wurde durch ein Erdbeben zerstört. Die erhaltenen 60 m mit den Elefanten in fast Originalgröße, die auf den Besucher herab schauen, stellen aber immer noch ein imposantes Bauwerk dar.
Gleich nebenan besichtigten wir das Wat Phan Tao und noch verschiedene andere Tempel, an denen wir auf unserer Tour vorbeikamen. 

Wat Phra That Doi Suthep

Dieser prächtige Tempel hoch über Chiang Mai ist immer wieder einen Besuch wert. Der Farang muss jetzt einen kleinen Obolus entrichten, wenn er die Tempelanlage besichtigen will und das ist auch in Ordnung.

Hier ist es uns das erte Mal passiert, dass eine Gruppe Einheimischer uns nach einem kurzen Palaver "... hihihi .... Farang ..." fragte, ob wir uns zu einem Gruppenfoto zur Verfügung stellen wollten. Das ist noch öfter passiert. 

Mae Hong Son Loop

Die Rundfahrt "Mae Hong Son Loop" ...

Mae Hong Son Loop
Mae Hong Son Loop

... im Nordwesten Thailands  bezeichnet die Strecke Chiang Mai - Pai - Soppong - Mae Hong Son - Mae Sariang - Chiang Mai (ca. 700 km). Die Tour hatten wir als als Paket gebucht mit reservierten Unterkünften und Auto. Hier sollte man nicht am Auto sparen, da die Strecke sehr bergig und kurvenreich ist. Auch für das Anhalten am unbefestigten Strassenrand ist ein robustes Auto oft von Vorteil. Für ein paar Euro mehr bekamen wir einen Toyota Fortuner 3.0 D Automatik.

An der Tour ist absolut nichts abenteuerliches, die Strassen sind gut bis sehr gut ausgebaut und die Fahrweise der Einheimischen in dieser Gegend sehr angenehm. In den kurvenreichen Bergfahrten ist es oft vorgekommen, dass langsam Vorausfahrende Zeichen gegeben und Platz bemacht haben. Die Beschilderung bereitete uns auch keine Probleme. Wir haben alle Ziele ohne große Umwege gefunden. Wir hatten uns die Karte von GT-Rider "Mae Hong Son - The Loop" in Chiang Mai besorgt und das war ausreichend.
Die einzigen vorhersehbaren Stressfaktoren könnten auftreten bei der Ausfahrt aus Chiang Mai und bei der Eingewöhnung im Linksverkehr.

Erste Etappe - Pai

Unterkunft
Nachdem wir Chiang Mai in Richtung Norden auf der Strasse 107 verlassen hatten, zweigten wir nach ca. 30 km auf die Straße 1095 in Richtun Westen ab. Nach tausend Kurven, Berg- und Talfahrten durch wunderschöne Landschaften kamen wir an unserem ersten Etappenziel in Pai an. Unsere Unterkunft, das Pai Hotsprings Spa Resort, erreichten wir ca. 10 Km vor Pai nach einer Abzweigung zu den heißen Quellen. Das Resort lag direkt am Fluss, die Warmwasserversorgung wurde direkt aus den Quellen gespeist. Nach einer Dusche roch man etwas schwefelig. Vor den meisten Häuser gab es auch einen Pool.

Die Stadt

Nach dem Ausbau der Straße 1095 hat hier der allgemeine Tourismus Einzug gehalten. Man sieht überwiegend junge Leute aber auch ein paar ältere im Hippie-Look, die von früher übrig geblieben sind. Meist schauten sie etwas griesgrämig drein, wahrscheinlich wegen der vielen Touris, die jetzt den Weg hierher gefunden haben. Es ist ein netter Ort, mit vielen Restaurants, wo für jeden Geschmack etwas geboten wird und bietet sich als Basis für weitere Touren in die Umgebung an. 

Wat Phra That Mae Yen

Etwas außerhalb am Berghang liegt das Wat Phra That Mae Yen. Man kann die 335 Stufen hinauf pilgern oder die neu gebaute Straße nehmen. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf das Tal. Hier herrschte eine eigentümliche Stille kurz vor dem Sonnenuntergang. Alle saßen meditativ still versunken und betrachteten das Tal und den sich ankündigenden Sonnenuntergang. Ich traute mich kaum, den Auslöser meiner Kamera zu betätigen. Sogar zwei Hunde schlossen sich der allgemeinen Meditation an. Zum Sonnenuntergang schlug ein Mönch ein paar Minuten die Glocke. Kaum dass er begonnen hatte, stimmten die Hunde in ein kollektives Geheule ein, wobei sich augenblicklich noch zwei weitere dazu gesellten um sofort nach dem letzten Schlag wieder weiter zu dösen. 

Tham Lot Cave bei Soppong

Am folgenden Tag ging es weiter auf der 1095. Bei dem kleinen Ort Soppong erreicht man nach einer Abzweigung das riesige Höhlensysten der Lod-Cave. Über einen unterirdischen Fluss fährt man in Bambusflößen in die Höhle hinein, dann wird man von einem Führer mit Laterne zu Fuß durch das beeindruckende Höhlensystem geleitet. Es geht durch riesige Hallen, deren Höhe man bei der schwachen Beleuchtung nur erahnen kann. Es empfiehlt sich, zum Fotografieren ein Stativ mitzunehmen (meins lag im Auto!), dann kann man mit 15-20 sec. doch noch einige ansprechende Fotos machen.
An der obersten Stelle innerhalb des Höhlensystems wurde es so feuchtwarm, das Kamera und Brille beschlugen. Also: eine Jacke ist in dieser Höhle nicht notwendig!

Im Ort gibt es auch einige einfache Unterkünfte. Wir waren im Little Eden etwas essen und haben uns die gepflegte Anlage angeschaut. Sie bietet 8 kleine aber ansprechende Bungalows, wenn man von hier aus einige Touren machen möchte. Das Spezialangebot im Restaurant "Streusel Cake".

Zweite Etappe - Mae Hong Son

Stadt und Unterkunft

Für Mae Hong Son standen 2 Übernachtungen auf unserem Plan. Unsere Unterkunft, das Golden Pai & Suite Resort lag etwas vor der Stadt direkt am Fluss.

Mitten in der Stadt liegt ein kleiner See, in dem sich zwei nebeneinander liegende Tempel Wat Chong Kham und Wat Chong Klang spiegeln. Hier konnten wir auch dem buten Markttreiben zuschauen. Viele Stände waren aufgebaut, es wurde gegrillt, gekocht und verkauft. Die Tempel sind zu jeder Tageszeit ein reizvolles Motiv. Wir haben es aber leider nicht geschafft, frühmorgens hierher zu kommen um das tägliche Schauspiel des aufreißenden Nebels zu erleben. Vielleicht das nächste Mal!
Von dieser Stadt aus gibt es viele Möglichkeiten, Ausflüge oder Trekking-Touren in die Umgebung zu machen.

Mae Aw und Pha Sua Wasserfall

Eine Tour führte uns ca 38 km in den Norden von Mae Hong Son. Vorbei am Pha Sua Wasserfall (wenig Wassser, aber trotzdem schön) fuhren wir durch herrliche Landschaften bis nach Mae Aw an der burmesischen Grenze. Am idyllisch gelegenen See machten wir eine kleine Rast und genossen bei einer Tasse Tee die schöne Aussicht.

Im Dorf der Padaung bei Nai Soi

Bei Mae Hong Son gibt es drei Dörfer, in den eine Untergruppe der Karen, die Padaung, angesiedelt sind. Sie wurden vor ca. 20 Jahren aus Burma vertrieben und haben in Thailand ein Bleiberecht gefunden.  Aus alter Tradition tragen die Frauen dieses Stammes bis zu 9 kg schwere Messingspiralen um den Hals, die im Laufe des Lebens immer wieder erweitert werden. Für die thailändische Regierung ist das eine gute Einnahmequelle. Der zu entrichtende Eintritt kommt nur in geringem Umfang den Dorfbewohnern zu Gute. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie mit dem Verkauf von Andenken, Schnitzereien, Schmuck etc. Dieses Dorf erreicht man nur über eine unbefestigte Straße. Der Weg ist aber gut ausgeschildert (>Longneck).

Bei einem Rundgang durch das Dorf, kann man auch einen Blick in die Schule werfen. Die Klassenzimmer bestehen aus offenen Bambushütten. Die Kinder lassen sich kaum ablenken vom Unterricht. Sie sind die Farang gewöhnt. Hier steht auch eine Donation Box, wo man nach Belieben einen kleinen Beitrag zum Schulwesen leisten kann.

An dieser Stelle möchten wir dem Kommentar unseres sonst sehr geschätzten Reiseführers "Stefan Loose" widersprechen, der hier von einer zooartigen Haltung dieser Menschen (ja, Männer gibt es hier auch!) spricht.
Diese Menschen sind es wert, dass man sich gedanklich etwas mit ihrem Schicksal beschäftigt, bevor man hierher kommt. Und wenn man etwas zu ihrem Lebensunterhalt beiträgt, indem man ihnen das eine oder andere Andenken abkauft, kommt man mit ihnen auch ins Gespräch und man wird sogar aufgefordert, sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Für die Touristen-Frauen gibt es dazu den Halsschmuck als Halbschale.
Wenn man allerdings mit der Kamera durch das Dorf zieht und nur danach trachtet, die schönsten "Abschüsse" als Trophäe mit nach Hause zu nehmen, dann haben diese Menschen nichts davon.
Ob man von einer "Zoohaltung" sprechen kann, hängt also immer vom Verhalten jedes einzelnen Besuchers ab! 

Wat Phra That Doi Kong Mu

Hoch über Mae Hong Son liegt das Wat Phra That Doi Kung Mu. Weit leuchten seine seinen strahlend weißen Chedis. Von hier hat man ein einen herrlichen Blick über die Stadt. Leider war es bei uns etwas dunstig.

Mae Surin Wasserfall

Auf der halben Strecke zwischen Mae Hong Son und Mae Sariang zweigten wir kurz vor Khun Yuam von der Straße 108 auf die 1263 ab zu den Mae Surin Wasserfällen. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an den Sonnenblumenfeldern vorbei, die aber leider nur im November in voller Blüte stehen. Mit etwas Phantasie kann man sich das Naturschauspiel vorstellen, welches einen hier zur richtigen Zeit erwartet.

Der Wasserfall war um diese Jahreszeit zwar kein großes Spektakel, war aber das Ziel einer Fahrt durch wunderschöne Berglandschaften. Man erreicht den Wasserfall auf einem Fußweg durch einen schön angelegten Park, wobei auch ein Eintritt zu entrichten ist. Zu unserer Zeit waren kaum Leute zu sehen, zu anderen Jahreszeiten ist das aber sicher anders.

Dritte Etappe - Mae Sariang

Die Stadt und Unterkunft

Als letzte Etappe unserer Rundfahrt erreichten wir Mae Sariang. Eine Übernachtung war hier geplant, die wir in der schönen Hotelanlage Riverhouse Resort direkt am Fluss verbrachten. Eine nette Stadt mit vielen alten Häusern, Tempeln und einem bunten Markt. Hier wären wir gerne noch ein oder zwei Tage geblieben.
Leider mussten wir am nächsten Tag wieder in Richtung Chiang Mai aufbrechen. Entlang der Ob Luang Schlucht ging es in Richtung Hot. Der Ob Luang Nationalpark ist ein wunderschönes Ausflugsziel, aber nur um ein paar Fotos kurz hiner dem Eingang zu machen, war uns der Eintrittspreis nicht angemessen.

Royal Agricultural Station Ithanon

In diesem Entwicklungsprojekt wird auf Initiative des Königs in großem Stil Obst, Blumen und Gemüse angebaut. Dadurch soll den Bewohnern des Meo-Dorfes die Möglichkeit gegeben werden, ihren Lebensunterhalt auf eine andere Art als mit dem traditionellen Opiumanbau zu erwirtschaften. Bei der Ankunft wird man umringt von Kindern, die ein paar Blumen verkaufen wollen. Wenn man für ein paar Baht das erste Sträußchen gekauft hat, hat man seine Ruhe.
Ein Spaziergang durch die Anlage lohnt sich. Man kommt hier auch zu einem Wasserfall, der in einem wunderschönen Blumenpark eingebettet ist.

Doi Ithanon

Mit 2.565m ist der Doi Ithanon der höchste Berg Thailands. Er liegt in einem 1000 km² großen Nationalpark. Für das Befahren muss ein Eintritt entrichtet werden. Hier gibt es einige Wasserfälle zu besichtigen, wenn man möchte.
Sehenswert sind auf alle Fälle die Royal Chedis, die auf einer Höhe von ca. 2150 m liegen. Einer war leider momentan eingerüstet. Die Chedis sind umgeben von einem wunderschönen Park, mit Blumen und Zierkohl.

Dies war unser letztes Ziel auf der erlebnisreichen Rundfahrt. Wir konnten nicht alles anschauen, was unser Tourplan an Sehenswürdigkeiten empfahl, aber wir haben einen Überblick bekommen, was man hier noch alles machen kann. Die nächste Fahrt in diese Gegend wird daher wahrscheinlich etwas individueller durchgeführt.
Am Abend erreichten wir wieder Chiang Mai.

Ko Samui - Chaweng Beach

Es ist jetzt das vierte Mal, dass wir auf Ko Samui sind. Diesmal hatten wir das Blue Lagoon Resort ausgesucht. Es liegt am nördlichen Chaweng-Beach (Yai) und bietet gegenüber dem zentralen Strand doch noch etwas Ruhe. Dieser Strandabschnitt ist für motorisierte Wassersportler nicht so interessant, da es hier ziemlich flach ist. Die Brandung wird durch die vorgelagerten Insel etwas gemildert: So gefällt es uns.

Es wird auch immer etwas Unterhaltung geboten durch die Strandverkäufer. Sie sind hier auch keineswegs aufdringlich. Einige haben wir auch wiedererkannt und sie uns auch. Das Blue Lagoon ist ein gepflegtes angenehmes Resort mit ausreichend Liegen am Strand und am Pool und einem sehr guten Frühstücksbuffet.

Gegen Abend machten wir uns dann auf in den Ort. In ein paar Minuten war alles erreichbar. Meistens begannen wir den Abend im Starbucks Coffee mit einem "Iced Latte" und einem Pancake und schauten dem buten Treiben erst einmal zu.

Besichtigungen auf der Insel haben wir diesmal nicht unternommen.

siehe Urlaub 2004

Phuket

Sawasdee Village Resort (am Kata Yai Beach)

 

Als Unterkunft haben wir uns das Sawasdee Village Resort am Kata Yai Beach ausgesucht. Die Anlage liegt nicht direkt am Strand, deshalb würden wir sie auch für einen längeren Badeaufenthalt ohne Auto nicht empfehlen. Die Anlage ist wunderschön gestaltet, wobei man aber nicht verschweigen darf, dass wir uns bei einem längeren Aufenthalt insgesamt etwas beengt gefühlt hätten. Das Zimmer was sehr schön  ausgestattet (sogar mit PC u. Internet incl.), aber in der Anlage hätte man sich etwas mehr Privatsphäre gewünscht. Das reichhaltige Frühstücksbuffet im Restaurant des Resorts war ausgezeichnet.  

Die Insel

Den Abstecher nach Phuket hatten wir für einige Ausflüge geplant, deshalb haben wir auch direkt vom Flughafen ein Auto vorgebucht. Es war ein ganz besonders komfortables, nämlich mit Dusche. War die Klimaanlage auf volle Power gestellt, ergoss sich etwa alle 5 Minuten in der Kurve ein Schwall eiskaltes Kondenswasser über unsere Füße. Sehr erfrischend! Aber sonst war alles in Ordnung. Die Fahrt zum Hotel dauerte ca. 1 Stunde und führte uns auch am Patong Beach vorbei, wo das wohl am meisten fotografierte Verkehrsschild zu finden ist. Für das Foto sind wir hier einmal ausgestiegen.

Zum Baden fuhren wir an einem Tag zum Kata Noi Beach, da uns der Kata Yai zu voll war, es war immerhin schon 11 Uhr und keine freie Liege mehr in Sicht. Der Kata Noi Beach liegt etwas südlicher, ein schöner feinsandiger Strand. Hier gibt es Liegen zu überraschend günstigen Preisen, aber um diese Zeit werden sie auch schon knapp.
Zum Essen können wir das Restaurant Coconut empfehlen, ein kleines Lokal unter Schweizer Führung. Hier gab es u. a. ein tolles Salatbuffet mit einem ausgezeichneten Kartoffelsalat. Ja! Sowas schmeckt auch mal wieder nach zwei Wochen Thaiküche.  Und sogar ein griechisches Restaurant haben wir gefunden, wo wir uns dann auch einen Ouzo schmecken ließen. Gia mas!

Ein schöner Aussichtspunkt ist der Leuchtturm am Nai Harn Beach (Südspitze). Zur Abendzeit sammelt sich hier Jung und Alt um den Sonnenuntergang zu beobachten. Leider hatten wir auch hier trübes Wetter, aber die Abendstimmung war trotzdem schön.

Khao Lak

Unsere erste Tour führte uns nach Khao Lak. Im Februar 2002 verbrachten wir hier unseren Urlaub und wir wollten bei dieser Gelegenheit die Auswirkungen des Tsumai einmal direkt in Augenschein nehmen. Von den primären Auswirkungen ist kaum mehr etwas zu entdecken. Bis auf das Polizeiboot, das kilometerweit ins Hinterland gespült wurde, ist eigentlich nichts mehr zu sehen. Wenn man das Boot anschaut, kann man eine kleine Vorstellung bekommen, welche Naturgewalten hier gewirkt haben. 

Vergleich 2002 / 2008
Vergleich 2002 / 2008

Sekundäre Auswirkungen waren mehrere zu entdecken. Es boomt überall! Offensichtlich war der Tsunami, so paradox es klingen mag, die beste Werbung für diese Gegend. Zerstörte Resorts waren wieder aufgebaut und viele neue kamen dazu. Die Straße war teilweise 6-spurig ausgebaut (s. Vergleichsfoto). Natürlich machten wir auch einen Rundgang durch "unser" Khao Lak Resort, in dem wir 2002 unseren Urlaub verbrachten. Es war alles wieder aufgebaut. Im gleichen Stil, aber die Häuser sahen jetzt etwas robuster aus. Wir beobachteten die Menschen, die hier am Strand lagen; ob sie sich schon mal Gedanken gemacht haben, dass hier alles platt war? Es war einfach nicht mehr so, wie wir es kannten.

Phang Nga und Krabi

Die zweite Tour führte uns bis nach Krabi. Unterwegs unterbrachen wir die Fahrt für einen Abstecher in die Phang Nga Bucht. . Nach der Abzweigung von der Hauptstraße in Richtung Phan Nga Bucht fuhr schon der erste Mopedfahrer neben uns her, heftig irgendwelche Prospekte schwenkend. Bald danach kamen aus allen Einfahrten und Wegen Leute herausgelaufen und warfen sich fast vor unser Auto, um uns zum Anhalten zu bewegen. Natürlich wollten sie alle ihre Rundfahrten verkaufen. Erst am Ende de Straße buchten wir eine 2-stündige Fahrt durch diese einmalige Landschaft. Vorbei eigenartigen Felsformationen, den Hütten der Seezigeuner und Höhlen mit Felszeichnungen kamen wir dann auch zur James-Bond-Insel. Nach einer Umrundung ging es wieder zurück. Leider war das Wetter an diesem Tag etwas trüb, das schmälerte die Fotoausbeute etwas.

Singapur

Anreise

Wie wir schon beim Hinflug gemerkt haben, läuf hier alles in geordneten Bahnen ab. Ein Taxi-Ticket zum Hotel wie in anderen Flughäfen gab es hier nicht zu kaufen und ist offensichtlich auch nicht notwendig. Das Taxi ist relativ billig und Betrugsfälle kommen wohl kaum vor. Ob das an der offiziellen Prügelstrafe liegt, die es hier noch gibt, können wir nicht beurteilen.

Kostenloser Internetzugang

Die Fahrt im Taxi war eine gute Gelegenheit, das Handy wieder einzuschalten. Kurze Zeit später, es piepst: "Aha, das erste Begrüßungs-SMS", mal schauen, habe gerade sowieso nichts anderes zu tun. Ich musste es zweimal lesen um zu verstehen: Da wurde mir doch tatsächlich ein kostenloser (!!!) WLAN-Zugang zum Internet (jedoch ohne VoIP) angeboten mit Benutzername und Kennwort. Das nenne ich Fortschritt! Da könnte man sich bei uns mal eine Scheibe abschneiden. Wir konnten es aber leider mangels notwendiger Hardware nicht nutzen.

Hotel "The Stamford"

Wir wohnten hier im Swissotel "The Stamford". Es ist zwar auch nach dem Stadtgründer Sir Stamford Raffles benannt, ist aber bedeutent günstiger als "The Raffles". Vom Restaurant im 69 Stockwerk hat man einen herrlichen Ausblick, im 70. ist auch noch eine Bar. Kaum weniger Sicht bot sich uns 44 Etagen tiefer aus unserem Zimmer mit offenem Balkon: Links vor der Marina-Bay das Kulturzentrum mit seinen zwei Durian-Hälften, geradeaus der Finacial-District mit seinen Hochhäusern, davor der Merlion an der Mündung des Singapur-Rivers und unter uns wie aus Zuckerguss die weiße St. Andrew's Kathedrale.

Stadtbummel und Shopping

Das Raffles-City konnten wir direkt von unserem Hotel erreichen, sowie auch die MRT-Station City Hall. In  mehreren Etagen findet man in diesem großzügig gestalteten Shopping-Center ausreichend Mode- und Fachgeschäfte.

Für die MRT-Bahn erhielten wir mit der Boarding Card von Singapore Airline ein vergünstigtes Tagesticket (ca. 4€), mit dem man dann nach Belieben die Stadt abfahren kann. Die große überirdische Nordschleife nur als Sightseeing-Tour ist nicht besonders lohnenswert.

China Town (MRT-Station NE4)

Ein lohneswertes Ziel! Als erstes fiel uns der charakteristische Torturm (Gopuram) des malerischen Hindu-Tempel Sri Mariamman auf. Der älteste Hindu-Tempel in Singapur wurd um 1827 erbaut.
Nach der Besichtigung des Tempel schlenderten wir dann durch die Gassen Chinatowns. Zum Schluss besichtigten wir noch den Buddha Tooth Relic Temple (Zahntempel) mit Museum.

Little India (MRT-Station NE7)

Ein weiteres Stadtviertel, das wir besuchten, war Little India. Nach unseren Erfahrungen in Ko Samui befürchteten wir zuerst, in alle vorhandenen Schneiderläden gezogen zu werden. Falsch gedacht! Wir konnten unbehelligt in die Geschäfte schauen. Hier waren die Einheimischen unter sich und man war an Touristen weniger interessiert. In der großen Markthalle war man amüsiert, was Touristen so alles fotografieren.  Sehr empfehlenswert!

Besuch im "Raffles"

Dieses 1887 im Kolonialstil erbaute luxoriöse Hotel steht Besuchern zur Besichtigung offen. Man fühlt sich in frühere Zeiten versetzt.  Im Hotel gibt es auch ein Museum zur Geschichte des Hauses.
Wenn man möchte, kann man hier auch in der Long Bar einen Singapore Sling zu sich nehmen.

Rundfahrt mit dem Cable-Car (MRT-Station Harbour Front NE1)

Die Seilbahn mit geschlossenen Kabinen verbindet den Mount Faber mit der Insel Sentosa. Eine Zwischenstation gibt es ander Harbour Front. Egal, wo man einsteigt, man bezahlt für eine komplette Runde (ca. 30min.).

Im Themenpark von Sentosa könnte man mit Sicherheit einen kompletten Tag verbringen, wir begnügten uns aus Zeitmangel auf die Rundfahrt mit der Seibahn ohne Unterbrechung. Es wird auch die Möglickeit angeboten, während der Rundfahrt (3 Runden) ein Menü zu sich zu nehmen (auf Vorbestellung).

Rückflug

Leider ist auch der schönste Urlaub einmal zu Ende. Und so traten wir vom Changi Airport in Singapur wieder die Rückreise nach Frankfurt an. Die Maschine war super ausgestattet. Das Entertainment war vorbildlich. An jedem Platz ein eigener PC mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc., nur für die Speichermöglichkeit musste selbst gesorgt werden (USB-Stick oder mobile Festplatte). Leider hatte ich das USB-Lesegerät für meine Fotochips nicht griffbereit, aber es gab ja auch noch genügend Filme zur Auswahl.