2009 Laos - Bangkok - Malaysia

Reiseroute
Reiseroute

Eine Woche in Luang Prabang (Laos), dann zwei Tage in Bangkok und anschließend Badeaufenthalt auf Langkawi (Malaysia). Von hier aus Rückflug über Kuala Lumpur mit drei Tagen Aufenthalt.

 

Reisezeit: Februar/ März
Reisführer: Stefan Loose "Laos" (ISBN 978-3-7701-6142-3)


Reiseablauf

  • Flug Frankfurt - Kuala Lumpur (Malaysia)
    Flug Kuala Lumpur - Bangkok (Thailand)
  • 1 Tag Aufenthalt

Anreise

Ankunft in Kuala Lumpur

Nach einem sehr ruhigen Flug (aber sehr unruhigen Vorderleuten) sind wir auf dem International Airport Kuala Lumpur (KLIA) gelandet. Auf den Anschlussflug nach Bangkok mussten wir ca. 5 Stunden warten. Der Flughafen ist sehr groß und es gibt genügend Geschäfte, Bistros und Cafés wo man die Zeit verbringen kann. Außerdem gab es WLAN-Anschluß und so war es möglich, den ersten Eintrag in unserem Reiseblog zu machen.

Weiterflug nach Bangkok

Nach langer Wartezeit ging dann auch der Flug von Kuala Lumpur mit weihnachtlicher Musikberieselung nach Bangkok. Hier übernachteten wir im Thong Ta Resort (19€ mit Frühstück/ Zimmer), nicht weit vom Flugplatz entfernt. Ein einfaches Hotel, das aber für eine Nacht völlig ausreichend war.

Der "neue" Flughafen in Bangkok war für uns enttäuschend. Es sieht alles schon etwas abgenutzt aus, vielleicht auch durch die Auswirkungen der Flughafenbesetzung. Auch am Flughafen in Bangkok besteht eine WLAN-Verbindung. Mit Bangkok Airways flogen wir weiter nach Laos. Leider gibt es hier die von Bangkok Airways gewohnten kostenlosen Snacks und Getränke am neuen Flughafen nicht mehr.

Luang Prabang

Die alte Königsstadt am Mekong und Weltkulturerbe der UNESCO seit 1995

Wikipedia: Luang Prabang
SWR3: Schätze der Welt
Unser Reiseführer: Stefan Loose

Eine eindrucksvolle Stadt, in der man es locker zwei Wochen aushalten könnte. Es lohnt sich wirklich, hier eine Weile zu verweilen, um die Beschaulichkeit, in der das Leben hier abläuft, zu verinnerlichen. Die Stadt ist übersichtlich, man kann sich kaum verlaufen. Es gibt drei Straßen, die den Ort der Länge nach durchlaufen. Eine am Mekong, eine in der Mitte und eine am Nam Khan-Fluss.

Literaturempfehlung für Laos: "Dr. Siri und seine Toten" von Colin Cotterill
Der laotische Arzt Dr. Siri wird mit 72 zum staatlichen Leichenbeschauer ernannt. Die skurrile Figur des Dr. Siri, der im kommunistischen Laos als Pathologe mehrere seltsame Todesfälle klären muss, ist dermaßen lebendig beschrieben, dass man ihn direkt vor sich sieht. Ein Krimi zum schmunzeln!

Ankunft

Nach einem Flug von knapp 2 Stunden, leider ohne gute Sicht, landeten wir in Luang Prabang. Wir mussten zuerst ein "Visa on arrivel" (30$) beantragen. Das Passbild dafür hatten wir mitgebracht. Es waren insgesamt drei Schalter an denen man für die Einreise anstehen musste, jedoch wurden wir zügig abgefertigt.

Lotus Villa

Unsere erste Unterkunft erwies sich als sehr gute Wahl. Mitten im Zentrum, alles schnell erreichbar. Das Haus ist eine absolute Empfehlung, wenn man die Stadt besichtigen möchte. Alles liegt in erreichbarer Nähe, der Service ist hervorragend, idyllischer Garten und sehr freundliches Personal und die Mönche kommen morgens sogar direkt am Haus vorbei.  Das Haus ist unter australischer Leitung und unterstützt auch ein Schulprojekt. Wenn man etwas dazu beitragen möchte, sind Schulartikel herzlich willkommen.

Internetseite der Lotus Villa

Kurz nach der Ankunft machten wir unsere erste Tour durch die Hauptstraße und suchten zuerst einen Geldwechsler. Für 260$ bekamen wir 2.100.000 KIP.
Hurra, wir sind Millonär!!!
Die ersten 30.000KIP (ca. 2,50€) gaben wir für 2 Eiskaffe aus.

Bettelgang der Mönche

Am ersten Morgen wollten wir die Mönche mal auf ihrer morgentlichen Rundgang sehen, waren aber leider etwas spät. Den Wecker hatten wir zwar auf 6:00 Uhr gestellt, sind dann aber doch nicht rechtzeitig weggekommen. Na ja, nicht schlimm! Wir sind ja noch ein paar Tage hier.

Am nächsten Morgen sind wir rechtzeitig aufgestanden, um die Mönche bei ihrer täglichen Prozession durch den Ort zu beobachten. Sie sammeln sich ihr tägliches Essen ein und jeder Einheimische am Straßenrand hat auch noch für den letzten  Mönch etwas Reis. Auch den Touristen werden entsprechende Päckchen verkauft, damit man sie den Mönchen überreichen kann.

Der Zug der Mönche wurde für uns zum täglichen Ritual. Da der Abend hier relativ früh beendet ist, macht es uns auch nichts aus, jeden Morgen so früh aufzustehen. Heute haben wir auch beobachtet, dass einige älterer Mönche am Strassenrand knieten und den Jüngeren eine Gabe spendeten. Und die jüngeren dann wiederum bettelnden Kindern von ihren gesammelten Gaben reichten. Es ist ein Geben und Nehmen!
Als Fotograf muss man sich auch keine Gedanken machen, dass man die Zeremonie stören könnte, auch Mönche filmen und fotografieren.
Der letzte der Mönche muss wohl offensichtlich alle Reste einsammeln. Sein Topf quoll nämlich über von Reis, Süßigkeiten und Geldscheinen. Ob das wohl ausgelost wird, wer der Letzte sein darf (… oder muss)?

Unser Tipp:
Wenn die Mönche ihre Klöster verlassen, ist es zum Fotografieren noch relativ dunkel. In der Hauptstrasse sind auch viele Touristen. Die besseren Motive findet man in der mittleren Strasse des Ortes, wo auch die Lotus Villa liegt. Sie führt direkt zum Wat Xieng Thong. Hierher kehren die Mönche dieses Klosters nach ihrem Rundgang zurück, die Beleuchtung ist dann schon besser und hier sind fast nur noch Einheimische.

Frühstück in der Lotus Villa

Nach dem Rundgang am frühen Morgen genossen wir das Frühstück im herrlichen Garten unter den riesigen Bananenstauden und planten den weiteren Tag. Es gab zum Frühstück Eier nach Wahl mit getoastetem Baguette, Obst, eigene Marmelade. Wir haben auch die Nudelsuppe probiert. Bei der Bestellung sagte man uns, dass es etwas dauert, weil die Zutaten erst frisch auf dem Mark eingekauft würden. Die Suppe war köstlich! Mit Stäbchen war das auch eine gute Konzentrationsübung für den Morgen.

Tempel, Tempel, Tempel ...

Luang Prabang ist das Zentrum des laotischen Buddhismus und dementsprechend viele Tempel gibt es hier auch. 30 sollen es sein, wir haben nicht alle besucht. Man braucht sie nicht suchen, beim Spaziergang durch die Stadt kommt man zwangsläufig irgendwann an fast allen mal vorbei.
Bei den meisten Tempeln wird auch ein kleiner Obulus verlangt, warum auch nicht! Die Anlagen müssen erhalten bzw. restauriert werden, da ist es nur recht, wenn man hierzu einen kleinen Beitrag leisten kann. Die größte und auch wichtigste Tempelanlage ist das Wat Xieng Thong, es liegt am Ende der Stadt, dort wo der Nam Khan-Fluss in den Mekong mündet.

Am Fluss

 

Es ist wunderschön, in Muße das Leben hier an den Flüssen zu beobachten. Am Mekong herrscht mehr das geschäftige Treiben vor mit dem Fährbetrieb, den Ausflugsbooten, Essensangeboten etc., während man sich am kleineren Nam Khan mehr dem Badevergnügen hingibt. Vor allem im Bereich der Bambusbrücke ist immer was los. In großen LKW-Reifen lassen sich die Kinder und Jugendlichen den Fluss hinabtreiben. Auch die jungen Mönche sind dem Badevergnügen nicht abgeneigt. Hier gibt es genügend kleine Restaurants, wo man im Schatten diesem fröhlichen Treiben von oben herab zuschauen kann, vielleicht bei einer Nudelsuppe oder ein paar Frühlingsrollen oder einem Beerlao.

In den Straßen

Neben den vielen Tempeln, an denen man beim Stadtrundgang vorbeikommt, gibt es natürlich auch noch anderes zu sehen. Der Gemüsemarkt, die Geschäfte in der Hauptstraße, liebevoll bemalte Tuk-Tuks, einige gepflegte Oldtimer, die Menschen und überall Mönche.
Die Stadt strahlt eine unheimliche Ruhe aus. Man erkennt keinerlei Anzeichen von Hektik.

Abends in der Stadt

Der Abend beginnt mit einem Bummel durch den Nachtmarkt. Zu traumhaften Preisen kann man hier wunderschöne Sachen erstehen wie Taschen, Stofftiere, Schirme etc.

Ein schönes Restaurant zu finden ist in Luang Prabang kein Problem. In der Hauptstraße reiht sich eins an das andere. Mit dem ersten hatten wir etwas Pech, wir warteten ca. 15 min., ohne dass man uns eine Karte brachte. Wir suchten dann das nächste auf. Es war das “Coconut”. Volltreffer! Schnelle und freundliche Bedienung, gute Auswahl an Speisen. Hier waren wir fast jeden Abend. Warum soll man wechseln, solange alles stimmt und noch genügend Gerichte zur Auswahl stehen. Das Essen schmeckt vorzüglich, es gibt verschiedene Curries und vor allem meine Leibspeise, Huhn mit Cashewnuts. Direkt vor dem Restaurant ist auch ein Crepes-Stand. Hier kann man sich diverse Variationen als Nachspeise gönnen.

Weinbar

Auf dem Nachhauseweg kommen wir an einem Weinladen mit Ausschank vorbei. Hier werden sehr gute Weine wohltemperiert und in den richtigen Gläsern ausgeschenkt. Dazu gibt es als Knabberei geröstete Bohnen, die relativ geschmacksneutral sind, aber dadurch nicht den Weingeschmack verfälschen. Ein guter Abschluss!
Etwa ab 22:00 werden dann so langsam die Läden geschlossen und die Gehwege hochgeklappt und mann sollte sich auf den Weg nach Hause machen. Strassenbeleuchtung gibt es nämlich keine. Und wenn der letzte Laden geschlossen hat, ist es wahrscheinlich stockdunkel. Es kann auch schon mal vorkommen, dass der Strom im Ort ausfällt, dann ist es von Vorteil, wenn man eine Taschenlampe dabei hat.

Abends auf dem Mekong

Zum Abend werden Schiffsfahrten auf dem Mekong angeboten. Hier kann man sich in etwa zwei Stunden vom Schiff aus das Flussleben anschauen. Die Fischer auf ihren Booten, die spielenden Kinder am Ufer und zum Schluss noch einen schönen Sonnenuntergang.

Pak Ou Höhle

Eine Sehenswürdigkeit in der näheren Umgebung ist die Höhle von Pak Ou. Man erreicht sie auf dem Mekong, das ist die weniger staubige Variante. Wir wählten das Tuk-Tuk, weil wir am Tag dovor schon die Abendrundfahrt mit dem Schiff gemacht hatten.. In einer 1-stündigen Fahrt erreichten wir das gegenüberliegende Flussufer.
Es ist weniger die Höhle an sich, die hier so interessant ist, sondern die Buddhastatuen, die hier zu hunderten in allen Größen von uralt bis neu in Nieschen und Absätzen ihren Platz gefunden haben.

Ban Xang Hai

Auf der Rückfahrt von der Pak Ou-Höhle kamen wir noch am Dorf Ban Xang Hai vorbei, welches für seine Whiskybrennereien bekannt ist. Hier gibt es allerlei Trinkbares, Reiswein, Reisschnaps (mit und ohne Einlagen). Wir entschieden uns für ein Fläschchen Reisschnaps (50%, ohne Einlage), der gar nicht mal so übel schmeckte. Hier wird aber nicht nur Trinkbares verkauft, sondern auch schöne Stoffe und Tücher, die im Dorf hergestellt werden. Die Menschen hier bieten ihre Ware an, sind aber nicht aufdringlich. Hoffentlich bleibt das so mit dem zunehmenden Touristenstrom. Gegen Mittag waren wir dann wieder (etwas eingestaubt) in Luang Prabang zurück.

Kuang Si-Wasserfall

Eine weiteres Ziel etwas ausserhalb von Luang Prabang (mit dem Tuk-Tuk ca. 45 min.) ist der Kuang Si-Wasserfall. Zu Fahrten außerhalb der Stadt müssen sich die Tuk-Tuk-Fahrer an der Zentralstation abmelden und eine Abgabe entrichten. Unterwegs werden sie auch an versschiedenen Stationen kontrolliert.
Eingebettet in herrlicher Landschaft stürzt das Wasser zuerst aus größerer Höhe herab um dann in vielen Kaskaden von Becken zu Becken zu fließen. Hier kann man auch baden, wenn man sich nach einer anstrendenden Tour etwas abkühlen möchte. Links und rechts des Wasserfalls führt ein Pfad hinauf zu einer Hochebene, wo man einsam die Landschaft genießen kann.

Im "Le Bel Air Boutique Resort"

Wir wären gerne noch 3 Tage länger in der Lotus Villa geblieben, aber bei der Buchung war leider nichts mehr frei. So zogen wir mit einem Tuk-Tuk ins das Bel Air Resort. Es liegt am Stadtrand von Luang Prabang an der alten Brücke über den Nam Khan-Fluss. Diese Brücke ist nur noch für Zweiräder oder Fußgänger zugelassen. Auch hier hatten wir ein sehr schönes Zimmer.  Auch von hier aus kann man das Stadtzentrum gut erreichen. Man muss rechts oder links um den Phu Si-Berg herumgehen.

Es gab auch Fahrräder, die man kostenlos benutzen konnte und so besichtigten wir am nächsten Tag den südlichen Stadtbereich und etwas außerhalb schauten wir uns das "Le Grand Luang Prabang Resort" an.

Internetseite: Le Bel Air Boutique Resort

Lao Spirit Resort

Als dritte Station in Laos hatte wir das Lao Spirit Resort gebucht. Es liegt etwas außerhalb von Luang Prabang am Nam Khan-Fluss. Wir wurden vom Resort abgeholt. Nach einer knappen Stunde erreichten wir unser Ziel.

Das Resort

In herrlich ruhiger Lage bezogen wir unseren Bungalow direkt unten am Fluss. Die fünf Häuser der Anlage sind im laotischen Stil erbaut mit viel Liebe zum Detail. Von der Terasse hat man einen herrlichen Blick auf den Fluss und die Landschaft.
Fast den gleichen Ausblick hat man durch die vollverglaste Front direkt aus dem Bett und sogar aus der Badewanne. Einfach ein Traum!

Von hier aus kann man die Fischer beobachten, wie sie ihre Netze auswerfen. Ein richtig schönes Foto hiervon blieb mir aber versagt. Entweder sie warteten mit dem Wurf, bis sie mit ihrem Boot gerade hinter einem Baum verschwunden waren, oder ich war gerade in einem Buch vertieft, als ich das "Platsch" hörte, direkt vor meinen Augen mit freier Sicht. Ich glaube, die machten das absichtlich!

Im Restaurant des Resorts kann man ausgezeichnet essen. Der Tag fängt an mit einem schönen Frühstück mit Blick über den Fluss auf die im Morgendunst liegenden Berge und endet mit einem leckeren Essen nach laotischer Art oder auch europäisch. Isst man hier ein Steak, dann ist es natürlich vom Wasserbüffel! Köstliche Salate gibt es dazu, sogar mit Oliven garniert.

Elefanten-Camp

Nach einer wunderschönen ruhigen Nacht, die Stille nur unterbrochen von einer Vielzahl von tropischen Geräuschen, erlebten wir die Morgendämmerung und machten uns mit dem Boot zu dem naheliegenden Elefantencamp auf. Auf dem Weg zum Elefantencamp kommen die Tiere mit ihrem Führen durch den Fluss und nehmen ein ausgiebiges Bad.

Danach werden zuerst die Tragegestelle aufgelegt und dann gibts Frühstück. Bis zu 250 kg Grünzeug verspeist so ein Dickhäuter täglich. Danach dürfen wir aufsteigen und dann gehts auf die einstündige Tour am Fluss entlang, steil bergab und in den Fluss hinein. Nach dem Ritt gabs noch eine Fütterung mit ein paar Bananen.

Tad Sae Wasserfall

Die Fahrt mit dem Boot zum Tad Sae-Wasserfall dauert vom Lao Spirit Resort ca. 15 Min. Der Wasserfall besteht in dieser Jahreszeit leider nur aus ein paar schmalen Rinnsalen, mit etwas Phantasie kann man sich aber ausmalen, wie es hier zur Regenzeit aussieht. Aber die Fahrt dorthin durch die herrliche Flusslandschaft, vorbei an badenden Wasserbüffeln, lohnt sich auch zu dieser Jahreszeit.

Im Dorf Xieng Lom

Nicht weit vom Lao Spirit Resort liegt das kleine Dorf Xieng Lom. Man kann es gut zu Fuß erreichen. Man kann sich hier ungezwungen umsehen, die Leute sind sehr freundlich und lassen sich auch fotografiert werden, fordern sogar manchmal dazu auf, ohne dann aber gleich die Hand auszustrecken. Ein freundliches Lächeln und das Zeigen der Fotos auf dem Display erfreut hier alle.

Wir machten einen Rundgang durch die Schule. Es war gerade Pause und so ergab sich auch die Möglichkeit zu einigen Fotos ausserhalb der Klassenzimmer.
Bei den Mädels gibts das gleiche Gekicher wie bei uns, vor Allem, wenn wir versuchen ihre Namen auszusprechen. Danach ging der Unterricht wieder weiter. 
Am Ende des langen Dorfes steht auch ein Tempel und im Nebengebäude fand gerade eine Versammlung statt. Es war ein interessanter Querschnitt durch das Dorfleben.

Impressionen

One night in Bangkok ...

Es waren eigentlich zwei Nächte, die wir hier am Fluss im Millenium Hilton verbracht haben.
Wir hatten uns ein Executive-Zimmer gegönnt und hatten vom Zimmer eine herrliche Aussicht über den Fluss und die Stadt.  Von der Dachterasse der Executive-Lounge hatten wir abends zur "Happy Hour" einen noch schöneren Blick, dazu gab es freie Getränke nach Wahl und kleine leckere Häppchen. Hier oben gab es auch das Frühstücksbuffet. Der geringe Aufpreis gegenüber dem normalen Zimmer hat sich gelohnt.

Tagsüber war dann etwas Shopping angesagt. Das muss sein in Bangkok! Eigentlich hätten wir auch gerne wieder einmal den Königspalast und andere wichtige Tempel besichtigt, aber dazu war die Zeit zu knapp und wir mussten uns auch erst mal wieder an den hektischen Trubel gewöhnen.

 

Langkawi

Anreise

Als wir in Kuala Lumpur zwischengelandet sind, wollten wir die 5-stündige Wartezeit etwas verkürzen und haben wir uns am Schalter der Air Malaysia erkundigt, ob wir einen früheren Flug nach Langkawi bekommen könnten. Hätten wir auch, es waren noch Plätze frei, aber das Gepäck war leider schon bis Langkawi durchgecheckt. Da wir schon in Bangkok nach der Möglichkeit gefragt hatten, hätte man uns das sagen können. Nachdem die Dame am Schalter von Air Malaysia 3 Telefonate geführt hatte, teilte sie uns mit einem freundlichen “Sorry” mit, dass eine Verlegung nicht geht, weil die Koffer von Bangkok aus durchgecheckt sind, haben wir uns in unser Schicksal ergeben und 5 Stunden gewartet.
Nach einer Flugzeit von ca. 45 min. sind wir dann in Langkawi angekommen. Wir saßen in Reihe 5 und waren dann auch fast als erste aus dem Flugzeug. Der Weg zum Kofferband war in 2 Minuten zurückgelegt. Wir besorgten uns einen Trolly und wollten auf das Eintreffen der Koffer warten.

Dann schauten wir uns um und - oh Wunder - in der leeren Halle, neben dem noch stehenden Kofferband standen ordentlich abgestellt zwei Koffer - unsere!!!
Mir einem freundlichen Lächeln gingen wir  dann an den etwas irritiert schauenden Mitreisenden vorbei und waren dann innerhalb von ca. 5 Minuten aus dem Flughafen raus. Rekordzeit! Richtig verstanden haben wir das Ganze aber nicht. Man erlebt immer mal wieder etwas Neues.

Beach Garden Resort

Nach einer Taxifahrt von ca. 10 min. erreichten wir unser Beach Garden Resort, dass für die nächsten 10 Tage unser Quartier sein sollte.
Das erste Tiger-Bier vom Fass im wunderschönen Strandrestaurant hat hervorragend geschmeckt.  Es gibt aber auch Paulaner Weißbier! 
Hier ist auch die bevorzugte Bleibe für Langzeiturlauber, ob aus Australien oder Deutschland, wir haben einige bekannte Gesichter vom letzten Mal wieder erkannt.

Die Regenzeit hat nach Auskunft einiger Einheimischer dieses Jahr etwas früher begonnen und so hatten wir ab und zu mal einen Regenschauer, was aber nicht besonders schlimm war. Der Regen ist ja warm und es dauert auch nicht lange.

Am Strand

Während sich tagsüber überwiegend die Touristen am Strand tummeln, gehört der Strand abends wieder den Einheimischen. Sie kommen zum Sonnenuntergang aus ihren Häusern und erfreuen sich an der schönen Abendstimmung. Jungs und Mädchen (mit und ohne Kopftuch) spielen miteinander Fußball, Pärchen schlendern am Strand entlang, Frauen baden teil- und vollverschleiert. Es ist ein interessanter Anblick einer fremden Kultur.

Cenang - der Ort

Der Ort am Cenang-Beach bietet keine Besonderheiten. Die Gehwege werden gearde neu gemacht, so dass man die meiste Zeit besser auf der Strasse geht. Aber es gibt hier genügend Restaurants, wo man gut und günstig essen kann. Hier gibt es für alle Geschmacksrichtungen was Leckeres. Mit 8-10€ für 2 Personen kann man hier gut auskommen, wir bevorzugen das “Tea Rose 2″, wo es auch gute Thai-Curries gibt. Im Restaurant des BeachGardens ist es etwas teurer, aber auch eine andere Klasse.
Ein gutes Fischrestaurant gibt es ebenfalls. Für 6 RM/100g gibt es hier Rotbarben und andere große Fische , für 16RM Tiger Prawns, Lobster etc. Neben den kleineren Geschäften gibt auch zwei große TaxFree-Shops in denen man sehr günstig einkaufen kann (s. Tipp), Langkawi ist steuerfreie Zone. Mini-Markets für den täglichen Bedarf findet man überall, Fachgeschäfte mit Markenartikeln gibt es aber kaum.

Am Ortsende Richtung Flughafen gibt es ein Reismuseum. Hier wird auf mehreren kleineren Feldern der Reis in verschiedenen Wachstumsstufen gezeigt mit Pflanz- und Erntedatum und die entsprechenden Gerätschaften zur Bearbeitung der Felder.

Oriental Village und Cable Car

Hinter dem Strandpanorama vom Cenang Beach sieht man eine Bergkette mit dem höchsten Berg von Langkawi. Hier führt auch eine Seilbahn hinauf. Die Talstation ist im "Oriental Village". Eine hübsche Anlage mit Geschäften, Hotels, einem schönen See mit Lotusblumen und der Cable Car-Station. Die Fahrt hierher machten wir mit dem Taxi (ca. 25 min.). Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht auf der Insel, deshalb haben die Taxis auch Festpreise und sind rel. billig. Der Taxifahrer wartete ca. 1,5 Stunden und nach der Rückfahrt zahlten wir 60 RM (ca. 15 €).

Die Seilbahn hat 2 Stationen. Von der oberen Station führt eine steiler Weg mit Treppe  abwärts zu einer eindrucksvollen Brückenkonstruktion, über die man eine  weitere Aussichtsplattform ereicht. Von hier oben hat man je nach Witterung eine herrliche Aussicht über die Insel. Die aufsteigenden Wolken erzeugten eine zauberhafte Stimmung, obwohl eine ganz klare Sicht sicher auch nicht zu verachten gewesen wäre.

Besuch beim Schneider

Auch dieses Jahr haben wir unseren Schneider besucht. Wir haben einen Sommeranzug und ein Theaterkostüm für Wicket in Auftrag gegeben. Es ist kein Massenbetrieb wie wir es von Ko Samui kennen. Hier steht niemand auf dem Gehweg und versucht uns in den Laden zu ziehen. Der Schneider hat 3 Angestellte und liefert hervorragende Arbeit ab. Schon bei der ersten Anprobe saß alles fast perfekt, es waren nur noch kleinere Korrekturen notwendig. Das Paket wurde versandt und uns zu Hause innerhalb einer Woche zugestellt.

Abschied von Langkawi

Nach 10 Tagen war dann auch dieser Abschnitt unserer Reise beendet und wir packten unsere Koffer für die nächste und letzte Etappe: Kuala Lumpur.
Es hat uns wieder gut gefallen. Wenn wir das nächste Mal hierher kommen, ist der Ort sicher etwas schöner, wenn die Gehwege alle neu gemacht sind.

Lassen wir uns überraschen!

Kuala Lumpur

Ankunft in KL

In Kuala Lumpur angekommen, verdüsterte sich der Himmel während der Taxifahrt immer mehr und kaum dass wir im Hotel angekommen waren, fing es an zu regnen. Wir wohnen hier im Hotel Impiana in der nähe des KLCC bei den Petrona Towers, diesmal leider ohne Sicht der Türme.  Nachdem der Regen dann irgenwann mal etwas nachgelassen hat, konnten wir wenigstens das Einkaufszentrum KLCC trocken erreichen. Das Einkaufszentrum ist bis 22:00 Uhr geöffnet. Nachdem wir es kurz davor verlassen haben, hatten wir doch noch einen trockenen Blick auf die Towers.

Tagesfahrt nach Malakka (Melaka)

Am nächsten Tag für die Fahrt nach Malakka (Fahrtzeit ca. 2 Std. mit dem Bus) hatte das Wetter ein Einsehen und bescherte uns strahlenden Sonnenschein. Der mitgenommene Regenschirm kam nicht zum Einsatz.
Malakka ist eine sehenswerte Stadt mit wunderschöner Architektur. Hier möchten wir gerne noch einmal herkommen und mehr Zeit haben, durch die Gassen zu schlendern. Besonders Chinatown hat uns sehr gut gefallen. Leider hatten wir nicht die Zeit, uns in dem einen oder anderen Geschäft umzuschauen. In einer geführten Gruppe ist leider der Zeitdruck groß und die individuellen Interessen bleiben meistens auf der Strecke.  Aber wir haben eine schöne Übersicht bekommen. Das nächste Mal werden wir eine oder zwei Übernachtungen einplanen.

Batu Cave

Am vorletzten Tag schüttete es wie aus Kübeln. Für heute hatten wir einen Guide bestellt, um zu den Batu-Caves zu fahren, eine wichtige Pilgerstätte für Hindus. Zuvor besuchten wir die "Royal Selangor Pewter"-Fabrik wo allerlei Gegenstände aus Hartzinn hergestellt werden. Wer Zinngegenstände mag, findet im Shop mit Sicherheit etwas Ausgefallenes. Danach gings noch zu einer Batik-Fabrikationsstätte, wo uns die Technik erklärt wurde.

Jetzt hatte der Regen auch schon etwas nachgelassen und wir konnten die Batu-Caves besichtigen. Eine beeindruckende Stätte. Wir sahen Postkarten, auf denen die gesamte Treppe mit Menschenmassen gefüllt war.

Nach dem Ausflug zu den Batu-Caves ging es dann nochmal ins Schopping-Center, diesmal ins Pavilion auf Empfehlung unseres Guides vom Vormittag, auch in der Nähe des KLCC. Sehr empfehlenswert!

Der letzte Tag

Heute am letzten Tag haben wir Kuala Lumpur von oben angeschaut. Einmal vom KL-Tower und dann noch von der Brücke der Petronas. Für den Zugang zur Brücke bei den Petronas muss man normalerweise früh morgens nach Karten anstehen. Nachdem wir aber zufällig unseren Guide von gestern vor dem Eingang trafen, sagte er uns, es gäbe noch genug Karten für heute. Das nützten wir natürlich aus und genossen auch hier den Blick vom 41. Stockwerk. Sehenswert ist auch die Unterwasserwelt des KLCC Aquaria.

Dann war es auch schon Zeit, sich auf den Weg zum Flughafen zu machen. Es war eine wunderschöne erlebnisreiche Reise mit vielen neuen Eindrücken.