2011 Myanmar

Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem Gedanken, Myanmar (Burma / Birma) zu besuchen. Oft haben wir Pro und Contra abgewogen und uns dann doch für ein anderes Ziel entschieden.
Diesmal war es soweit!

Wir haben uns Yangon, Mandalay und Bagan angeschaut. Wie auch auf den vergangenen Reisen wollten wir wenige Orte in Muße besichtigen. Deshalb stand auch der Inle-See nicht auf dem Reiseplan. Vielleicht das nächste Mal.  Die Strecke von Mandalay nach Bagan haben wir auf dem Schiff zurückgelegt mit einer Übernachtung an Bord.

Auf Grund vieler positiver Referenzen haben wir den Reiseablauf in Myanmar mit Hilfe von Michael Pfeiffer von Fascinating Land Travels & Tours geplant. Alle Buchungen innerhalb des Landes wurden zu unserer besten Zufriedenheit von H. Pfeiffer durchgeführt. Zahlungen für Hotels und Touren wurden überwiegend schon aus Deutschland angewiesen, so dass wir nicht ganz so viel Bargeld mitnehmen mussten.

Den anschließenden Badeaufenthalt verbrachten wir wieder auf der Insel Langkawi in Malaysia.

 

Reisezeit: Februar/ März
Reiseführer: Stefan Loose: Myanmar; Nelles Guide: Myanmar

Reiseablauf

  • Flug von Frankfurt nach Yangon über Kuala Lumpur
  • 1 Tag in Yangon / Traders Hotel
  • Flug nach Mandalay
  • 3 Tage Mandalay / Mandalay City Hotel
  • mit dem Schiff von Mandalay nach Bagan/ Paukan 2007 River Cruise
  • 3 Tage Bagan / Bagan Thande Hotel
  • Flug nach Yangon
  • 3 Tage Yangon / Traders Hotel
  • Flug nach Langkawi (Malaysia) über Kuala Lumpur
  • Badeaufenthalt am Cenang Beach / Beach Garden Resort
  • Flug nach Kuala Lumpur mit einer Zwischenübernachtung
  • Rückflug nach Frankfurt

Besonderheiten in Myanmar
Als Zahlungsmittel wird nur Bargeld akzeptiert (Dollar, Euro, Kyatt).
Der Umtausch in die Landeswährung findet auf dem Schwarzmarkt statt (offiziell geduldet). Straßenhändler sollte man besser meiden. Es gibt einige Wechselshops mit Referenzen (z. B. Yangon - Tigershop). Vorzugsweise tauscht man in Yangon, hier gibt es die besten Kurse. Es gibt unterschiedliche Kurse für große oder kleine Scheine. Banknoten sollten unbeschädigt, nicht geknickt und nicht beschriftet sein.

 

Anreise

Nachdem wir kurz vor dem Flughafen in Frankfurt  eine Zwischenübernachtung hatten, konnten wir den Tag ganz relaxed beginnen. Wir wollten nicht noch einmal so ein Schneechaos erleben, wie das letzte Jahr. Der Hoteltransfer hat auch reibungslos funktioniert. Der Abflug verzögerte sich 30 min. weil der Flug überbucht war und erst noch 2 Personen gefunden werden mussten, die erst am nächsten Tag fliegen wollten. Es war ein sehr angenehmer Flug. Über Schneefelder irgendwo in Russland ging es dann in die Nacht. Nach 12 Stunden Flug sind wir kurz vor Sonnenaufgang in Kuala Lumpur gelandet.

Nach einem kleinen Rundgang in diesem schönen Flughafen, gönnten wir uns erst mal einen Kaffee Latte im Starbucks. Um 10:05 flogen wir dann weiter nach Yangon. Der Flug dauerte 2:30 und bot uns mit leichten Trübungen eine schöne Aussicht über die Inselwelt der thailändischen Westküste. Die Einreise in Myanmar war völlig unproblematisch.

 

Mit dem Taxi fuhren wir zum Traders Hotel. Nachdem wir unser Zimmer in der 19. Etage bezogen hatten, machten wir einen Stadtrundgang u.a. zum Geld tauschen. Um 18:00 waren wir mit H. Pfeiffer verabredet, um alle nötigen Reiseunterlagen und die letzten Instruktionen entgegenzunehmen. Schon am nächsten Morgen ging es weiter mit dem Flugzeug nach Mandalay.

Mandalay

Stadtimpressionen

Viele Mopeds, ständiges Hupen und Abgaswolken kennzeichnen das Stadtzentrum. Die Gehwege sind meistens mit Waren, Fahrrädern und Mopeds zugestellt, so dass man sich meistens auf der Straße bewegt. Aber das macht auch wieder den Reiz dieser Stadt aus.
Man begegnet überall freundlichen Menschen, die für den Touristen ein Lächeln übrig haben, auch wenn sie nichts verkaufen wollen.

Mandalay City Hotel

In Mandalay wohnten wir im Mandalay City Hotel, eine kleine Oase in dieser quirligen Stadt mit sehr freundlichem Personal. Kurz nach Einfahrt durch das Tor umfängt einen eine angenehme Ruhe.

Am Abend vor der Abreise, es war gegen zehn Uhr, klopfte es an unserer Zimmertür. Wir saßen schon im Bademantel und rätselten, wer das wohl sein könnte. Ich öffnete die Tür, da standen sechs Leute vom Servicepersonal mit einem kleinen Geburtstagstörtchen und sangen mir ein “Happy Birthday”.
Was für eine Überraschung!
Dann musste ich die fünf Kerzen ausblasen, was mir auch sehr gut gelang. Bei der tatsächlichen Anzahl wäre es schon schwieriger gewesen. Das Törtchen schmeckte auch sehr lecker, leider haben wir es nicht ganz geschafft.

Lin Lin und Kan Po

Für unsere Touren in Mandalay suchten wir einen Fahrer. Rechts aus dem Hotel, an der nächsten Straßenecke wurden wir fündig. Nachdem wir das Pickup bestiegen haben, sprang es nicht an. Also stiegen wir in das Fahrzeug nebenan ein. Es war ein Mazda, Bj. 1970, mit Luftkühlung. Lin Lin, der Fahrer hielt kurze Zeit später an und es stieg noch jemand hinzu. Es war Kan Po, der uns als “Reiseleiter” alle sehenswerten Dinge der nächsten Tage auf englisch erklärte.

Überraschung zu Hause

Als wir drei Wochen schon zu Hause waren, erreichte uns ein Brief. Eigentlich waren es zwei. Einem schweizer Ehepaar, welches wir in Bagan trafen, haben wir für ihren Aufenthalt in Mandalay das Mandalay City Hotel empfohlen. Und auch unseren Fahrer Lin Lin mit seinem Beifahrer Kan Po. Sie schrieben in ihrem Brief, dass sie das Hotel auch toll fanden. Sie fanden auch unsere beiden Reisebegleiter, die wir ihnen empfohlen hatten und machten mit ihnen drei Tagestouren. Ein Brief von Lin Lin und Kan Po war beigelegt, den sie uns übermitteln sollten. Ein Familienbild von Lin Lin lag auch bei.

Mandalay Hill - Der Weg ist das Ziel

Für die erste Tour am Nachmittag haben wir den Mandalay Hill ausgesucht. Am Fuße des Berges angekommen endete die Fahrt. Die Straße ging zwar noch weiter, jedoch nicht für das kleine Fahrzeug mit Luftkühlung.

Von hier ging es die Treppen (alle überdacht!) hinauf. Es sollen so um die tausend sein. Unterbrochen wurde der Aufstieg immer wieder von kleinen Pagoden mit wunderschönen Ausblicken in die Ferne.  Wir trafen relativ wenig Leute hier. Erst ganz oben wurde es voller. Bis hierher geht die Straße und den Rest kann man auch noch mit einer Rolltreppe bewältigen. Im Gegensatz zu uns sahen die Leute noch alle recht frisch aus, aber ob sie den Sonnenuntergang mit Blick über die ganze Stadt auch so genossen haben?

Hinunter ging es dann etwas leichter. Unten wurden wir schon erwartet und dann fuhren wir wieder ins Hotel zurück.
Für den nächsten Tag hab wir uns mit Lin Lin und Kan Po verabredet für eine Ganztagestour.

Königspalast

Der Königspalast ist von einer 8 km langen Mauer und einem breiten Wassergraben umgeben. Die äußeren Bereiche sind militärisch genutzt. Im Zentrum befindet sich die wiederaufgebaute Palastanlage. Das Original wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört.

Shwenandaw Kloster

Das Shwenandaw Kloster ist das einzige Gebäude der Königlichen Palastanlage, welches noch im Originalzustand erhalten blieb, weil es um 1880 unter König Thibaw demontiert und außerhalb wieder aufgebaut wurde.
Wunderschöne Schnitzereien verzieren das gesamte aus Teakholz gebaute Kloster.

Kuthodaw Pagode

... auch das "Größte Buch der Welt" genannt. Unter 729 Stupas befindet sich jeweils eine große Tafel aus Marmor mit den eingemeißelten Lehren Buddhas.

Mahamuni Pagode

Die Mahamuni Pagode beherbergt eine der wichtigsten Buddhafiguren des Landes. Etwa 3m hoch ist die Figur und im unteren Bereich schon ziemlich unförmig von den Massen an Blattgold, welches im Verlauf vieler Generationen aufgetragen wurde. Bis zu 15cm soll die Schicht stellenweise dick sein. Der Nahbereich der Buddhafigur darf nur von Männern betreten werden.

Goldschläger

Die Besichtigung einer Blattgoldfabrikation war sehr interessant. In Päckchen zu mehreren hundert Blatt wird das Gold zwischen speziellem Bambuspapier zu Paketen geschnürt. Das Rohmaterial für das Papier wird drei Jahre gewässert. Zum Schluss entsteht ein sehr glattes Papier, an dem die Goldplättchen sich beim Klopfen ungehindert in die Breite treiben lassen. Mehrfachfach werden die Goldplättchen geteilt und wieder zwischen dem Papier eingepackt für den nächsten Arbeitsgang. Mehrere Vorgänge sind dazu notwendig und mehrere Stunden mühsame Arbeit mit dem schweren Hammer. Die Zeit zeigt eine Kokusnussschale an, die in einer Wasserschale schwimmt. In einer halben Stunde ist sie voll gelaufen. Am Ende dieser aufwändigen, mehrstufigen Prozedur sind dann hauchdünne Plättchen entstanden, die man natürlich käuflich erwerben kann. Zum Schluss wurden wir auch noch vergoldet. Wir baten dann unseren Fahrer um vorsichtige Fahrweise, damit die kostbare Fracht nicht beschädigt wird.

U-Bein Brücke

Natürlich darf bei einem Aufenthalt in Mandalay ein Besuch der U-Bein Brücke nicht fehlen. Die lange Teakholzbrücke ist eine sehenswerte Kontruktion, die allerdings im Mittelteil schon durch Beton ersetzt wurde. Wir waren hier zum Sonnenuntergang. Hinter der Brücke war noch ein tempelähnliches Bauwerk zu sehen, das aber in keiner Beschreibung zu finden war. Vielleicht hatte es auch keine besondere Bedeutung. Im Sonnenuntergang sah es jedenfalls aus wie ein Märchenschloss.

Amarapura

Handwerker im Dorf
Handwerker im Dorf

Rundgang im Dorf

Bei den verschiedenen Fahrten kamen wir immer wieder durch das Handwerkerdorf Amarapura. Hier konnten wir bei einem kleinen Rundgang die Menschen bei ihren verschiedenen Tätigkeiten beobachten. Als Andenken haben wir hier die Marionette eines Shan Medizinmannes erstanden.

Mittags im Mahagadhayon Kloster

Gerade richtig zur Mittagszeit kamen wir zum Mahagandhayon Kloster, um der Speisung der Mönche beizuwohnen. Ein ziemlicher Touristenrummel. Aber unter den Touristen ware auch Gruppen von anderen Mönchen, die ebenso fleißig fotografierten. Wir wurden zuerst in die “Küche” geführt, wo wir die Zubereitung der Mahlzeiten beobachten konnten. Dann ging es zur Essensausgabe. Geduldig warteten die Mönche, bis ihnen das Essen zugeteilt wurde, um es dann in einem großen Gemeinschaftssaal zu sich zu nehmen.

Novizen-Fest

Vor dem Eintritt in ein Kloster findet eine große Zeremonie statt. Die kleinen Novizen und die Verwandten sind herausgeputzt und mit einer großen Geräuschkulisse wird dieser Tag begangen. Mehrfach haben wir auf dieser Reise solche Feiern beobachten können und es war auffällig mit welch stoischer Gelassenheit die kleinen Novizen an dieser Zeremonie teilnahmen. Kein noch so kleines Lächeln war in ihren Gesichtern zu entdecken aber auch kein Ausdruck von Unmut. Mit festlicher Würde begingen sie ihren Ehrentag.

Inwa – Die alte Palastanlage

Das Ziel des nächsten Tagesausflugs war die Insel Inwa, die Hauptstadt des früheren Königreiches Ava, gegenüber der Stadt Sagaing.  An einem kleinen Nebenfluss des Irrawaddy setzten wir dann ohne unsere Begleiter per Fährschiff über. Hier warteten schon unzähliche Pferdekutschen, um die Ankömmlinge aufzunehmen. Über holprige und ziemlich staubige Wege fuhren wir dann über die Insel und besichtigten einige Altertümer. Ein alter schiefer Turm bot einen wunderschönen Ausblick über die Insel. Vor hier hat man auch einen schönen Blick auf den Tempelberg von Sagaing.

Zum Abschluss erholten wir uns in einem schattigen Gartenrestaurant auf der Insel, wie wir es hier gar nicht erwartet hätten. Schön gedeckte Tische, ein gutes Essen, saubere Toiletten. Mit einem herrlich kühlen Myanmar-Bier spülten wir uns den Staub aus der Kehle. Nachdem wir uns ein wenig erholt hatten, ging es wieder mit der Fähre über den Fluss, wo unser beiden Guides auf uns warteten.

Der Tempelberg von Sagaing

Tempelberg Sagaing
Tempelberg Sagaing

Von Ava fuhren wir über die große Brücke nach Sagaing, ein Hügel mit unzähligen Pagoden. Auch hier war ein Aufstieg per Treppe (ca. 30 min.) notwendig, um den Ausblick von ganz oben zu genießen. Gold, Gold, Gold! Wohin man auch schaute, glänzten kleine und große Pagoden in der Sonne. Ein überwältigender Anblick!

Zurück nach Mandalay mussten wir erst wieder über den Fluss. Hier erstiegen wir einen weiteren Tempel und konnten von hier eine ganze Weile das Treiben unten im Hafen beobachten. Auch unsere Begleiter genossen die Zeit sichtlich. So konnten Sie zur Abwechslung mal etwas anderes sehen, als immer nur in der Stadt an der Straßenecke in einer Abgaswolke zu stehen und auf Fahrgäste zu warten. Gegen Abend ging es dann wieder zurück nach Mandalay, vorbei an Melonenbergen am Straßenrand. So beendeten wir auch den dritten Tag in Mandaly und verabschiedeten uns herzlich von Lin Lin und Kan Po vor unserem Hotel.

Abends an der Rezeption

Am nächsten Tag sollte unser Schiff nach Bagan gehen. Wir wollten ein Taxi reservieren für den Transfer zum Hafen, wo die Paukan anlegt. Von nun an waren drei Leute beschäftigt mit telefonieren und recherchieren, wo unser Schiff abgeht. Nach einer halben Stunde und tel. Rücksprache mit H. Pfeiffer war dann doch alles klar. Das Taxi war rechtzeitig bestellt, der Preis festgelegt, nun konnte nichts mehr schief gehen.

Mit dem Schiff nach Bagan

Einschiffen auf der Paukan

Am nächsten Morgen kam der Taxifahrer pünktlich um 8:30 und überraschend erschienen auch Lin Lin und Kan Po, um sich nochmals zu verabschieden. Eine Visitenkarte hatten sie nun auch dabei. Der Taxifahrer wusste aber auch nicht genau, wo es hingehen sollte. Also wurde wieder diskutiert und telefoniert. Auch unsere Guides beteiligten sich. Irgenwann war es dann klar, dass es zum Hafen von Sagaing gehen muss. Und so war es dann auch. Die von H. Pfeiffer angegebene Fahrzeit von 35 min. simmte auch. Hier wurde uns dann auch klar, warum es Probleme gab. Die meisten der 35 Passagiere kamen als Reisegruppe mit Bussen und außerdem gab es das Schiff noch nicht so lange.

Der erste Tag auf dem Fluss

Auf der Paukan erwartete uns eine wundervolle, großzügig ausgestattete Suite, direkt in Fahrtrichtung. Wenn man das Fenster öffnete, blies der Fahrtwind direkt in den Raum. Nach dem Ablegen ging es in Richtung Süden. Das Boot schlängelte sich gemütlich den Irrawaddy hinab. Wegen der Trockenzeit ging es in weiten Schleifen mal am rechten, mal am linken Ufer entlang. Vorbei an Feldern und kleinen Dörfern mit Bambushütten, hinter denen oft der goldene Chedi eines Tempels hervorlugte. Welch ein Kontrast!
Mittags gab es ein Buffet zur Selbstbedienung mit allerlei Leckereien. Kaffee und Tee gab es kostenlos den ganzen Tag. Die 35 Passagiere verteilten sich auf dem ganzen Schiff, so dass es immer irgendwo einen freien Platz im Schatten oder in der Sonne gab.

Kleiner Landgang

Im Töpferdorf
Im Töpferdorf

Gegen vier Uhr legte das Schiff bei einem kleinen Töpferdorf an. Die drei Paare, die ohne Reiseleiter an Bord waren, führte der Kapitän persönlich durch das Dorf. Wir konnten die freundlichen Dorfbewohner bei ihrer täglichen Arbeit beobachten.

Gerne ließen sie sich auch bei ihrer Arbeit fotografieren. Hier wurden Töpfe geformt, dort mit Muster versehen, an einem anderen Platz wurden die Töpfe gebrannt. Unter einem riesigen Berg, gleich einem Kohlenmailer, verbargen sich ca. 4000 Töpfe mit Brennmaterial, abgedeckt mit Sand und Gras. Ein paar Kinder begleiteten uns auf dem Weg und schenkten mir sogar ein paar kleine Lehmfiguren. Keine Bettelei, nur fröhlich lachende Gesichter.
Am Ende des Dorfes saß am Wegesrand eine junge Frau und bot mir einen kleinen hübschen Elefanten an. Ich wollte ihn erst gar nicht nehmen, weil ich von den Kindern schon einen hatte. Sie streckte ihn mir mit einem flehenden Blick entgegen, dass ich ihn doch nehmen sollte. Ich war gerührt!

Die Passagiere wurden vor dem Landgang ausdrücklich darauf hingewiesen, keine Geschenke an die Kinder zu verteilen, sondern Zuwendungen höchstens an den Kapitän des Schiffes zu geben. So wie ich es verstanden habe, wird der Ort von der Paukan unterstützt.

Abendstimmung auf dem Fluss

Es war etwas ganz Besonderes, gemächlich auf dem Fluss dahingleitend, den Abendhimmel und den Sonnenuntergang zu genießen. In der Abendsonne glänzten die goldenen Chedis, die immer wieder den Fluss in einiger Entfernung säumten. Nach einem leckeren Drink, der auch gerne nachgefüllt wurde, wurde das Abendessen serviert. Die Auswahl des Menüs hatten wir schon beim Mittagsbuffet getroffen. Zur Übernachtung wurde dann angelegt.

Aufbruch am Morgen

Das Schiff legte bereits kurz vor sechs Uhr wieder ab und es ging weiter in Richtung Bagan. Nach dem Sonnenaufgang machten wir uns an das Frühstücksbuffet. Dann war Zeit zum Packen, den um neun Uhr war die Ankunft in Bagan geplant. 
Pünktlich landeten wir und es erwartete uns ein Spalier von freundlich lachenden Händlern und Kindern, die ihre Sachen zum Verkauf anboten. Sie lachten auch noch, wenn nichts gekauft wurde. Mit einer Pferdekutsche ging es dann in das Bagan Tande Hotel bei Old Bagan.

Bagan

Bagan Tande Hotel

Hotel in Bagan
Hotel in Bagan

Eine schöne Anlage mit Reihenbungalows und herrlichem Blick auf den Fluss. Abends kann man hier den Sonnenuntergang genießen. Um 17:00 war in einem benachbarten Hotel das CheckIn für meine Ballonfahrt. Auch die Mitfahrt für Waltraud im Begleitfahrzeug konnte arrangiert werden.

Balloons over Bagan

Ballonfahrt über Bagan
Ballonfahrt über Bagan

Am nächsten Morgen wurden wir um 5:50 im Hotel abgeholt und zum Startplatz gefahren. Dort gab es Tee und Kaffee und ein paar Instruktionen. Drei Ballons wurden startklar gemacht und um 6:30 ging es in die Luft. Die Sonne war gerade aufgegangen uned es bot sich eine atemberaubende Aussicht auf die über 2000 kleinen und großen Tempel und Pagoden von Bagan. Ein grandioser Anblick! Das Wetter war an diesem Tag nach Aussage des Piloten auch außergewöhnlich klar.

Wegen des schwachen Windes dauerte die Ballonfahrt auch außergewöhnlich lange. Also ein perfekter Tag. Irgenwann war aber doch eine perfekte Landung fällig und danach gab es Champagner und eine Diaschow der vom Piloten aufgenommenen Fotos. Die CD wurde uns ins Hotel geliefert.

Djodjo und Lucky Madonna

Horsecardriver Djodjo
Horsecardriver Djodjo

Gerade noch rechtzeitig zum Frühstück waren wir im Hotel zurück. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zur ersten Tagestour. Vor unserm Hotel warteten einige Pferdekutschen. Wir entschieden uns für einen jugen Mann names Djodjo mit seinem Pferd Lucky Madonna. Djodjo war 19 Jahre alt und sprach sehr gut englisch. Er fuhr uns die nächsten Tage mit seinem Gespann zu den Sehenswürdigkeiten der Gegend.

Die Tempel von Bagan

Tempel von Bagan
Tempel von Bagan

Der gewaltige Eindruck von oben sollte jetzt noch durch die ebenerdigen Erkundungen ergänzt werden. Wie in Mandalay verließen wir uns auch hier auf die Ortskenntnisse unseres Fahrers. Viele alte, große und kleine Pagoden aus verschiedenen Epochen gab es zu anzuschauen.

Sonnenuntergang in Bagan

Zum Sonnenuntergang fuhr uns Djodjo zu einem dafür besonders geeignetem Ort. Ein Tempel, den man besteigen konnte. Natürlich waren wir hier nicht allein, sonder Massen von Menschen wollten das Gleiche. So gab es auf dem Tempel ein ziemliches Gedränge, aber die Aussicht war super. Der von den vielen Fahrzeugen aufgewirbelte Staub  sorgte für eine besondere Stimmung auf den Fotos.

Shwezigon Pagode

Eine besonders erwähnenswerte Pagode ist die Shwezigon aus dem 11. Jhd., die wir noch am Tag der Abreise besuchten.

Abschied von Bagan

Außer Tempel und Pagoden gibt es auch das ganz normale Leben in Bagan mit seinen Menschen, Mönchen und Märkten. Mit diesen Bildern verabschieden wir uns von Bagan. Es geht wieder zurück nach Yangon ins Traders Hotel, wo auch noch ein Koffer auf uns wartet.

Yangon

Circular Railway

Eine besondere Empfehlung in Yangon ist die Circular Railway. Eine ca. 50 km lange Rundstrecke, die am Hauptbahnhof gegenüber des Traders Hotels beginnt und auch wieder endet. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden. Für 1$ erhält man ein handgeschriebenes Ticket und hat ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Auf Holzbänken mitten unter den Einheimischen erlebt man ein Kommen und Gehen von Händlern, Markfrauen, Blumenmädchen, dass es eine wahre Freude ist. Meist hält der Zug auf den Stationen kaum an, es wird im Fahren ein- und ausgestiegen, sogar Eisenbahnschwellen werden eingeladen und fliegen während der Fahrt wieder aus dem Zug. Das ist eigentlich ein Muss in Yangon!

Straßenmarkt in Yangon

Unweit vom Traders Hotel gerieten wir zufällig in eine Marktstraße. Liebevoll waren die Waren hier angeordnet, fast stillebenartig in geometrischen Mustern. Freundliche Marktfrauen, die sich köstlich amüsierten, als wir sie fotografierten.

Shwedagon Pagode

Ein besonderes Highlight in Yangon ist die Shwedagon-Pagode, die wir am späten Nachmittag besucht haben, um die hereinbrechende Abendstimmung zu erleben.

Impressionen

Hier noch ein paar gesammelte Impressionen aus Yangon.

Langkawi - Malaysia

Beachgarden Resort

Bilder: Langkawi
Bilder: Langkawi

Wie schon seit mehreren Jahren sind wir auch diesmal zum Relaxen im Beachgarden Resort auf Langkawi gelandet. Nachdem in Myanmar die Internetverbindungen nicht vorhanden oder nicht akzeptabel waren, hatte ich hier Zeit, unseren Reiseblog zu vervollständigen.

 

onä#iL - (Ein Beitrag unserer Hauskatze im Beachgarden Resort)

 

Hier kamen wir auch dazu, unserer Bücher zu lesen.

Empfehlenswerte Literatur

  • Tage in Burma (George Orwell)

"Orwell kennen die meisten Leser nur als düsteren Big Brother-Visionär - die wenigsten wissen, daß der Autor einige Jahre als Kolonialbeamter in Burma tätig war. Vor diesem Erfahrungs-Hintergrund entfaltet er die Geschichte eines britischen Diplomaten in einem burmesischen Außenposten. Lesenswert vor allem wegen der Schilderungen der Landeskultur - und George Orwells bitterböser Abrechnung mit der britischen Kolonial-Mentalität." (Globo)